Kiss-in gegen intolerante Pub-BesitzerInnen

18. April 2011, 10:13
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Schwules Paar wegen "obszönem" Kuss aus Lokal geworfen: Spontaner Protest via Facebook organisiert und Hunderte kamen

London - Hunderte lesbische und schuwle Paare haben sich in London vor einem Pub zu einer Massen-Küsserei versammelt, um gegen Intoleranz zu demonstrieren. Das "kiss-in" am Freitagabend war organisiert worden, nachdem die Betreiber des Lokals in der Londoner Innenstadt ein schwules Paar hinausgeworfen hatten, weil die beiden sich dort geküsst und umarmt hatten.

Nachdem sich die DemonstrantInnen vor dem Pub getroffen und dort über mehrere Minuten symbolisch geküsst hatten, kamen spontan weitere, auch heterosexuelle TeilnehmerInnen dazu. So setzte sich die Kuss-Aktion bis zum späten Abend fort.

Die beiden Männer waren nach eigenen Angaben am Mittwoch auf ihrem ersten Date im Pub und sich näher gekommen. Daraufhin seien sie von einer der BesitzerInnen angesprochen worden, ihr Verhalten sei "obszön" und sie sollten die Gaststätte verlassen, berichteten sie.

Geschlossen

Der Protest war über das Internetnetzwerk Facebook organisiert worden und sollte eigentlich im Pub selber stattfinden. Als die BesitzerInnen davon erfuhren, schlossen sie für den Abend. Die DemonstrantInnen hingen Regenbogen-Flaggen auf und hinterließen Lippenstift-Kussmünder auf den Fensterscheiben. (APA/Ag.)

 

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Ein Kuss zwischen zwei Männern führte erst zu einem Rausschmiss, dann zu einem Kiss-in in SoHo.

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