Kapitalerhöhung der Sanochemia floppte

18. April 2011, 09:47
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Statt geplanter 16,25 Millionen hat das Wiener Pharmaunternehmen nur 4,48 Millionen bei Investoren eingesammelt

Wien - Die Kapitalerhöhung der börsenotierten Wiener Sanochemia Pharmazeutika AG ist gefloppt: Statt der geplanten 16,25. Mio. Euro konnte das Unternehmen nur 4,48 Mio. Euro bei Investoren einsammeln. Das Ergebnis liege unter den Erwartungen, teilte das Unternehmen am Montagvormittag ad hoc mit.

Probleme hat es anscheinend mit einem Investor gegeben: Die Suntura Ltd., die eine Zeichnung von Aktien zum Ausgabebetrag von 6,4 Mio. Euro zugesichert hatte, sei ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachgekommen, so die Sanochemia.

Die Bezugsfrist für die Sanochemia-Kapitalerhöhung lief von 1. bis 15. April 2011. Insgesamt wurden 1,4 Mio. neue Aktien zum Preis von 3,20 Euro je Aktie platziert. "Zur Stärkung der Eigenkapitalisierung der Gesellschaft und der Rückführung von Bankverbindlichkeiten wird die Gesellschaft alternative Finanzierungsmöglichkeiten prüfen", teilte die Sanochemia mit.

Rasinger: Unternehmen enttäuscht seit Jahren

Kleinanlegerschützer Wilhelm Rasinger ist nicht überrascht, dass Sanochemia mit der Kapitalerhöhung eine Bauchlandung hingelegt hat. Die börsenotierte Pharmafirma sei seit einiger Zeit in einer "schwierigen Situation", Management-Probleme und nicht erfüllte Erwartungen inklusive. "Das Unternehmen enttäuscht seit Jahren die Aktionäre", konstatierte er.

Dass jetzt via Kapitalerhöhung nur 4,48 Mio. Euro statt der geplanten 16,25 Mio. Euro eingesammelt werden konnten und Sanochemia Probleme mit dem Schweizer Investor Suntura Ltd. ins Treffen führt, sei symptomatisch. "Das ist typisch. Immer wieder sind andere schuld", so Rasinger. (APA)

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