Wiener Börse: ATX schließt am Montag sehr schwach

18. April 2011, 18:41
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Sehr schwaches Umfeld - Andritz und Finanzwerte unter den größeren Verlierern

Wien - Die Wiener Börse hat die Sitzung am Montag bei moderatem Volumen mit deutlich tieferen Notierungen beendet. Der ATX rutschte 70,33 Punkte oder 2,46 Prozent auf 2.783,42 Einheiten ab. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 75 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.858 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -1,70 Prozent, DAX/Frankfurt -2,10 Prozent, FTSE/London -2,10 Prozent und CAC-40/Paris -2,34 Prozent.

Der ATX musste zum Wochenauftakt klare Kursverluste hinnehmen. Auch das internationale Umfeld zeigte sich deutlich im roten Bereich. Bereits im Frühhandel sorgten neu aufgeflammte Sorgen um die griechischen Staatsschulden für Abschläge auf breiter Front.

Am Nachmittag drückte die Nachricht, dass S&P die Top-Bonität der USA in Gefahr sieht, die Märkte noch deutlicher nach unten. Die US-Kreditwürdigkeit werde zwar weiter mit der Bestnote "AAA" bewertet, der Ausblick sei jedoch negativ, teilte die Ratingagentur mit.

Banken und Versicherer als Verlierer

Die Abschläge zogen sich quer durch den Markt und fielen zum Teil heftig aus. Ein Sektorvergleich in Europa zeigte Banken- und Versicherungstitel als größte Verlierer.

Auch die heimischen Bankaktien mussten Federn lassen. So rutschten Raiffeisen Bank um 3,78 Prozent auf 36,95 Euro ab und Erste Group mussten ein Minus in Höhe von 3,28 Prozent auf 34,50 Euro hinnehmen. Bei den Versicherern erwischte es Vienna Insurance Group mit minus 3,30 Prozent auf 39,50 Euro und UNIQA mit einem Abschlag von 3,94 Prozent auf 15,11 Euro.

Auch die übrigen Indexschwergewicht verloren deutlich. OMV rutschten in einem schwachen Branchenumfeld 3,05 Prozent auf 30,70 Euro ab. Andritz sanken 4,42 Prozent auf 64,80 Euro.

voestalpine schlossen 2,87 Prozent tiefer bei 31,77 Euro. Hier gab es für die Anleger zusätzlich einen negativen Analystenkommentar zu verdauen. Goldman Sachs hat das Kursziel für die Stahltitel von 40 auf 36 Euro gekürzt und die "neutral"-Einstufung bestätigt.

Stärkere Verluste gab es auch bei Zumtobel mit minus 4,09 Prozent auf 23,33 Euro zu beobachten. Lenzing, die vom standard continuous in den prime market wechselten, beendeten den Handelstag 2,24 Prozent tiefer bei 87,01 Euro.

Die zehn größten Kursgewinner

1. BRAIN FORCE HOLDING AG +3,99 Prozent

2. AGRANA BETEILIGUNGS-AG +2,60 Prozent

3. WARIMPEX FINANZ- UND BET. AG +2,49 Prozent

4. UBM REALITÄTENENWICKLUNG AG +2,21 Prozent

5. ROSENBAUER INTERNATIONAL AG +1,63 Prozent

6. OTTAKRINGER GETRÄNKE AG VZ +1,58 Prozent

7. SW UMWELTTECHNIK AG +1,30 Prozent

8. TEAK HOLZ INT. AG +0,89 Prozent

9. CA IMMOBILIEN ANLAGEN AG +0,23 Prozent

10. OBERBANK AG ST +0,22 Prozent

Die zehn größten Kursverlierer

1. JOWOOD ENTERTAINMENT AG -6,67 Prozent

2. DO&CO RESTAURANTS&CATERING AG -4,56 Prozent

3. ANDRITZ AG -4,42 Prozent

4. ZUMTOBEL AG -4,09 Prozent

5. UNIQA VERSICHERUNGEN AG -3,94 Prozent

6. SPARKASSEN IMMOBILIEN AG -3,81 Prozent

7. RAIFFEISEN BANK INTERNAT. AG -3,78 Prozent

8. AT&S AUSTRIA TECH.&SYSTEMTECH. -3,32 Prozent

9. VIENNA INSURANCE GROUP AG -3,30 Prozent

10. ERSTE GROUP BANK AG -3,28 Prozent (APA)

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