Gilbert bleibt Ardennen-König

17. April 2011, 21:18
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Belgier wiederholte seinen Vorjahrestriumph beim Amstel Gold Race

Valkenburg - Mit einem Kraftakt hat sich Philippe Gilbert erneut zum König der Ardennen gekrönt und mit seinem zweiten Sieg in Folge beim Amstel Gold Race Radsport-Geschichte geschrieben. Als zweiter Profi in der Geschichte des Klassikers in den Niederlanden hat der Belgier vom Team Omega Pharma-Lotto mit einem beherzten Soloritt auf dem Schlussanstieg am berüchtigten Cauberg seinen Vorjahressieg wiederholen können. Dies war zuvor nur Lokalmatador Jan Raas gelungen, der den anspruchsvollen Ritt über 257,8 km von 1977 bis 1980 gleich viermal in Folge für sich entscheiden konnte.

Bei der 46. Auflage setzte sich Gilbert vor dem Spanier Joaquin Rodriguez (Katusha) und dem Australier Simon Gerrans (Sky Procycling) durch. "Mein kleiner Sohn war heute hier, das hat mich zusätzlich motiviert", sagte der 29 Jahre alte Gilbert, der nun zu den Favoriten für die WM 2012 zu zählen ist, die ebenfalls in Valkenburg ausgetragen werden: "Ich bin sicherlich einer der komplettesten Fahrer." In der kommenden Woche will Gilbert auch bei Lüttich-Bastogne-Lüttich angreifen: "Das wird aber nicht einfach. 'La Doyenne' ist viel schwerer."

Die Entscheidung fiel traditionell auf dem 2,4 km langen und durchschnittlich elf Prozent steilen Schlussanstieg in Valkenburg. Zunächst hatte sich der Tour-de-France-Zweite Andy Schleck (Luxemburg) vom Team Leopard-Trek elf Kilometer vor dem Ziel von einer Spitzengruppe abgesetzt, doch Gilbert ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und hielt die Verfolger im Rennen. Auf dem Schlussanstieg musste Schleck in Sichtweite der Ziellinie abreißen lassen, Gilbert ging vorbei und hielt auch Rodriguez und Gerrans auf Distanz.

Das 190-köpfige Fahrerfeld hatte Maastricht am Vormittag bei strahlendem Sonnenschein verlassen. Bereits nach rund 50 Kilometern setzte sich eine vierköpfige Spitzengruppe um den Niederländer Albert Timmer vom Feld ab und fuhr zwischenzeitlich sogar einen Vorsprung von knapp zwölf Minuten heraus, bevor das Peloton reagierte.

Besonders das Team Rabobank um die beiden Deutschen Martens und Grischa Niermann zog zwischendurch das Tempo an, auch Gilberts Omega-Pharma Lotto sorgte für Geschwindigkeit, so dass die Ausreißer bei Kilometer 225 wieder eingeholt wurden. Am Fromberg schließlich brachten sich die Favoriten in Position. Eine Gruppe mit ungefähr 25 Fahrern setzte sich auf dem Weg nach Falkenburg ab, bevor Schleck den Ausreißversuch startete. (SID)

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Philippe Gilbert schrieb in Valken
    foto: epa/vincent jannink

    Philippe Gilbert schrieb in Valken

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