Intendantin will zusätzliche Spielstätte

17. April 2011, 16:22
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Dollhofer zieht Bilanz: "Es war alles von morgens bis abends durchprogrammiert"

Linz - Crossing Europe-Intendantin Christine Dollhofer will bis spätestens 2013 eine zusätzliche Spielstätte für das Linzer Filmfestival. Knapp 19.000 Gäste aus dem In- und Ausland und damit mehr als im Vorjahr mit 17.000 und im Kulturhauptstadtjahr 2009 mit 18.000 hätten die Veranstaltung heuer besucht, bilanzierte sie am Sonntag. Wegen des großen Interesses seien Zusatzvorstellungen eingeschoben worden, sagte Dollhofer. "Es war alles von morgens bis abends durchprogrammiert."

Die vorhandenen Säle seien in diesem Jahr zu klein geworden, erklärte die Festivalleiterin. Auch Schulen hätten sich für Vorstellungen interessiert, man habe aber keinen Platz für sie gehabt. Zum Zehn-Jahres-Jubiläum in zwei Jahren brauche es eine weitere Location für 100 bis 150 Zuschauer, so Dollhofer. Voraussetzung dafür sei ein vergleichbares Budget wie heuer mit knapp 500.000 Euro. "Darunter geht es auf keinen Fall mehr", betonte die Intendantin. Mit mittlerweile 680 akkreditierten Branchengästen habe man jetzt schon am Limit gearbeitet. Das Publikum sei zufrieden gewesen und habe sich rundum gut betreut gefühlt, resümierte Dollhofer. "Die Leuten finden die Veranstaltung sympathisch, weil sie so casual ist." Man habe sich als "Mittelding zwischen Publikums- und Branchenfestival" etabliert.

Rund 160 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme - großteils Österreich-Premieren und zahlreiche Uraufführungen - aus 35 verschiedenen Ländern waren seit Dienstag zu sehen. Etwa 140 Regisseure und Filmgäste kamen nach Linz. Samstagabend wurden Lluis Galter für "Caracremada" (Spanien 2010) und Pia Marais für "Im Alter von Ellen/At Ellen's Age" (Deutschland 2010) mit dem diesjährigen Hauptpreis bedacht. Das nächste Crossing Europe findet von 24. bis 29. April 2012 statt.
 (APA)

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