Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Am Freitag strahlten die LED-Lampen zum ersten Mal.
Wien - Im Schloss Schönbrunn kann's sogar spannend werden, wenn beispielsweise in der Großen Galerie die Elektroinstallationen saniert werden sollen. "Wir staunten nicht schlecht, denn da waren tatsächlich noch die originalen Kabel aus dem Jahr 1901 drinnen", berichtet Schönbrunn-Geschäftsführer Wolfgang Kippes. Und die Elektrifizierung im Schloss Schönbrunn hatte damals Thomas Alva Edison persönlich geplant und durchgeführt.
Die historisch wertvollen Stränge wurden natürlich auch für die weitere Nutzung erhalten. Künftig versorgen aber diese Kabel aus der Frühzeit der Elektrizitätsnutzung die neueste Entwicklung in der Beleuchtungstechnik: LED-Leuchtkristalle der Firma Swarovski, die es nicht nur schaffen, ein warmes Licht zu verbreiten, sondern auch den flackernden Effekt von Kerzen wiederzugeben.
Die Schönbrunner Schlossgesellschaft war durch das EU-Verbot der herkömmlichen Glühbirnen in Zugzwang gekommen. Die alten Glühkerzen mussten also ohnehin ersetzt werden. Was Kippes an sich nicht sonderlich störte: Die insgesamt rund 900 Stück in der Großen Galerie verbrauchten viel Strom und mussten im Schnitt zweimal pro Jahr ausgewechselt werden.
"Hochglanz der Wände beim Flackern der Kerzen"
Allerdings: "Energiesparlampen wären jedenfalls unbefriedigend gewesen." Gleichzeitig hatte das Glühbirnenverbot einen regelrechten Innovationsschub auf dem LED-Sektor ausgelöst. Im Zuge der Recherche wurden der Schlossgesellschaft einige Prototypen mit weit besserer Lichtqualität angeboten.
Dazu kam ein Weiteres: Derzeit wird die Große Galerie instandgesetzt - und die originale Polierweißfassung der Wände aus dem 18. Jahrhundert wiederhergestellt. Ein aufwändiges Verfahren, bei dem drei Schichten aufgetragen und dann händisch mit Achatsteinen poliert werden. "Entscheidend war dabei die Wand-Licht-Kombination", erläutert Kippes. "Der Hochglanz der Wände kam erst beim Flackern der Kerzen so richtig zur Geltung. Und genau diesen Effekt wollten wir weitgehend wiederherstellen."
Ein Eindruck, den nun die leicht flackernden LED-Lampen von Swarovski, die schließlich zum Zug kamen, am besten wiedergeben. Und Ressourcen spart das überdies: Nicht nur, dass die Leuchtmittel viel seltener ausgetauscht werden müssen - der Stromverbrauch wird damit um rund zwei Drittel reduziert. (Roman David-Freihsl, DER STANDARD, Printausgabe, 16./17.4.2011)
Auch Klapperschlangen und Springmäuse sollen Besucher in den Tiergarten Schönbrunn locken
Die am 27. April geborenen Jungtiere trauen sich erstmals für kurze Ausflüge aus dem schützenden Bau
Planungssprecher kritisierte Untätigkeit der Stadt - Forstdirektor: Derzeit wird Finanzierungskonzept auf die Beine gestellt
Im Krankenhaus Hietzing startet ein Projekt für Erstversorgung: Die Patienten werden in Zukunft zentral von einem Ärzteteam in der Ambulanz betreut
Im ehemals letzten Atelier des Malers wird nun eine Gedenkstätte betrieben
Ausgewachsen wird Lajos bis zu eine Tonne wiegen
Abschluss der Generalsanierung des Wiener Architekturjuwels bis 2016 geplant - Gesamtkosten belaufen sich auf rund zehn Millionen Euro
Naturnahe Landschaft, tiefe Tauchbecken und ein eigener Mutter-Jungtier-Bereich
Lainzer Tiergarten, ORF-Zentrum, Auslands- und Firmenvertretungen in Hietzing
Vorher, Kerzenlampen: 900 Stück mit jeweils 15 Watt, dies ergibt "13500 Watt" Gesamtverbrauch!
Nachher LED - Lampen: 900 Stück, daher bei Einsparung von 66 % ergibt dies 4590 Watt Gesamtverbrauch, was dann pro LED - Kerzenlampe auf exakt 5.1 Watt kommt, eigentlich etwas zu viel für eine solche kleine LED - Lampe, also vmtl. sind hier auch etliche Halogenlampen mit dabei für die optimale Farbtemperatur, oder doch nicht?... ;-)
http://tinyurl.com/5ve8smu
http://architecture.swarovski.com/Content.N... p#/de/home
Die Lebensdauer solcher LEDs müsste eigentlich weit über 10 Jahre betragen, somit hat der Hausmeister von Schloss Schönbrunn kaum was zu tun, was ja nur den Lampentausch betrifft aber zu putzen gibt´s trotzdem genug,... ;)
Aber was zählt der Prophet im eigenen Land (Tesla stammte aus Kroatien, damals Teil Österreich-Ungarns)? Tesla hat dann nach seiner Auswanderung drüben in Nordamerika Edison nach Strich und Faden quasi "besiegt" (Teslas Wechselstrom ist heute die Norm über Edisons Gleichstrom).
Die LED Birne kommt nicht ohne eine Vorschaltplatine aus. Aber zum Vergleich zur Energiesparlampe ist die wesentlich kleiner. Habe mir mal die Mühe gemacht und beide fotografiert. Beide Lampen geben fast gleich viel Licht. Nachzusehen hier: http://eledron.de/export/led-spar.jpg Gruss Eledron
China-Import oder selbst gebastelt? Ich hoffe nicht, dass soetwas in den Handel kommt.
"Beide Lampen geben fast gleich viel Licht.": Sicher nicht. Ich kann auf dem unscharfen Foto nicht erkennen, wieviele von den billigen 20mA-Epoxy-LED auf der Platine sind - ich schätze aber etwa 20 Stück. Das wäre eine elektrische Leistung von etwa 1,6W...
Wie siehts da mit der Sicherheit aus?
Wie sind diese Kabel eigentlich isoliert?
Ich kann mich noch an meine erste Wohnung erinnern (das war so um 1985). Da waren die Kabel noch direkt unter dem Putz verlegt (ohne die heute üblichen Leerrohre). Trotz einer gummiartigen Isolierung stand da gleich die ganze Wand unter Strom. Dabei wurden diese Kabel sicher erst nach 1970 verlegt und nicht schon um 1900.
Zuletzt eine Wohnung gesehen, Originalausstattung von 1916, Lizendrähte mit Stoffummantelung zwischen Prozellanknöpfen parallel frei geführt.
Aus den Tiefen meines Fundus aus 1894
Nach Mittheilungen der Firma Kremenezky, Mayer & Co. in Wien
Isolirung:
I. Mit Baumwolle umsponnen, mit Leinengarn umflochten und asfaltiert
IV. Patent-Gummi-Isolation für nasse Räume; reich mit Baumwoille und Sewing umsponnen und mit zwei reinen Paragummibänderrn reich umwickelt.
V. A. Drei Kautschuklagen und vulkanisiertes Band, umsponnen und getränkt, vulkanisiert und geglänzt.
VI. Doppelt umsponnen, getränkt, mit drei Lagen Kautschuk, einem vulkanisierten Band, vulkanisiert und geglänzt.
Die Angaben von zuvor halte ich unzuverlässig.
gibts da gnade von der elektrikerseite - ich überleg derzeit bei einem alten ziegelgewölbe wo die stromleitungen noch alle 40cm in kleinen klemmen geführt wurden - vorschrift wären derzeit glaub ich die pvcrohre - schaut aber viel störender aus - andereseits gibt für die wohl kein ok. vom elektriker.
Sieht nicht gut aus, keinesfalls ein "die Leitung einstemmen" auch nur andenken, ist fast mit dem sprichwörtlichen "an dem Ast sägen auf dem man sitzt" zu vergleichen, nur, dass man dann von Tonnen von Ziegelgewölbe, Schuttauffüllung etc. begraben wird und nicht bloß abstürzt.
Dann lieber Beleuchtung an den Wänden, die die Decke fluten, machen Sie einfach mal eine Probestellung mit Bauscheinwerfern oder spannen Sie einfach eine Lichtschiene entweder von Wand zu Wand oder hängen Sie eine an Penden vom Scheitel des Gewölbes ab, je nach Größe des Raumes und den Vorzügen Ihres Beliebens.
vielen dank für die tipps - werde das in die planung einbeziehen.
ich habe ja an zwei deckenleuchten (alte emaillierte schirme) gedacht. aber auch hier, wie auch bei anderen beleuchtungssystemen muss man den strom erstmal zur lampe führen. die weissen pvc rohre sind da m.m. nach sehr hässlich - aber andere farben (schwarz) gibts glaub ich nimmer. dunkel würde in einem schummrig beleuchteten keller halt weniger auffallen.
Ergänzungen ...
Es gab Drähte und welche mit Litzen, da wurde weiter unterschieden nach Anzahl der Litzen
Kabel aus 7 Drähten
Kabel aus 19 Drähten
Kabel aus 37 Drähten
Kabel aus 49 Drähten
weiters gab es Ebonit- (Hartgummi-) Rohre mit Innendurchmesser 98, 12, 15 und 20 mm für die Verlegung.
Eine kerzenförmige Lampe mit Porzellanstiel kostete Kr. 2,00
eine mit abnehmbarer Lampe Kr. 2,50
Normalarbeitszeit war 10 Stunden
Tageslohn - Maurerlehrjunge Kr. 1,60
Tageslohn - Hilfsarbeiter Kr. 2,00 (Handlanger)
Tageslohn - Erdarbeiter Kr. 2,00
Tageslohn - Steinbrecher Kr. 2,80
Tageslohn - Mauergeselle Kr. 3,40
Tageslohn - Polier Kr. 6,00
Glühlampen waren damals also kostbar !
Die ersten Straßenbahnen mussten noch mit einer Stromschiene in der Erde fahren, da der Kaiser (zu Recht?) meinte, dass Oberleitungsdrähte das Wiener Ortsbild verschandeln würden. Da diese Stromschienen sehr fehleranfällig waren, wurden auch die Ringlinien noch in der Monarchie mit Oberleitungen versehen.
na und - in ihrem privatbereich können sie ja zurück zur öllampe, rauchküche oder unbeheizten schlafräumen - origuinalkleidung nicht vergessen! :-)
original geht nicht bzw. ist immer ein kompromiss - praktisch und finanzierbar muss es sein, und schön ausschauen - ob das jetzt etwas heller, anders flackernd, etwas anderer farbton ist, ist uninteressant, wel wir uns sowieso in einer anderen zeit befinden - wer fährt noch in der pferdekutsche nach schönbrunn?
Flash, es geht darum, dass barocke Spiegelsäle auf die visuellen Eigenschaften des Kerzenlicht hin optimiert gestaltet wurden und der ästhetische Reiz sich in venezianischen Spiegeln und Spiegelflächen sich vervielfachenden Räume authentisch nur unter Originalbedingungen entfaltet.
Mit zu großer Helligkeit, ohne flackerndem Licht und mit der falschen Farbtemperatur kommt es eben nicht hin. Ist so wie mit Barockmusik auf Originalinstrumenten.
Alles andere sind Verfremdungen. Wer z.B. je in den 80ern im kleinen und damals vor der Renovierung noch originalbelassenen leicht vergammelten Spiegelsaal zu Schloss Kammer ein Klavierkonzert gehört hat kennt diese einfach wunderbare und unvergleichliche Atmosphäre.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.