Social Media wie Kraut und Rüben

15. April 2011, 17:08

Eine aktuelle Studie über die Nutzung von Social Media durch heimische Firmen bescheinigt diesen Unprofessionalität

Personalverantwortliche diskutierten am Freitag in Rust Handlungsempfehlen.

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Was Umgang und Nutzung von Social Media in heimischen Unternehmen betrifft, so scheint viel durcheinanderzugehen, ergibt die aktuelle Studie "Social Media in österreichischen Unternehmen", die Christian Scholz, Personalprofessor an der Uni des Saarlandes gemeinsam mit dem Institut für Management an dieser Uni durchgeführt hat: Jeder tut zumindest irgendwas, meist ohne Basis interner Regeln und meist ohne klare Nutzenüberprüfung.

Die Erwartungen an die elektronischen Kontakträume sind insgesamt hoch - vor allem für verbessertes Unternehmensimage steht Social Media als Hoffnungsträger. Allerdings: Nur 38 Prozent verbuchten Erfolge in puncto Unternehmensdarstellung, 70 Prozent erreichten ihr Ziel einer Steigerung des Commitments nicht. Social Media ist für Christian Scholz demnach auch eher "Zufall" in den heimischen Firmen, vorausschauende Planung und klare Vorgaben im Sinne interner Regeln fehlten überwiegend. Scholz: "Wie sollen denn Erfolge gefeiert werden, wenn niemand genau weiß, wie er sich verhalten soll, wo Grenzen sind und welche Ziele verfolgt werden?"

Angst vor Mitarbeitern

Dass es da an der notwendigen Denkhaltung hapert, zeigen auch die Befürchtungen der befragten Personalverantwortlichen und Führungskräfte: Neben dem Datenschutz wird vermehrt ein Missbrauch dieser Technologien durch Mitarbeiter befürchtet. Vertrauen scheint unter den Respondenten nicht zum Menschenbild in den Firmen zu gehören.

"Es geht bisher um Internet und um Technik", so Scholz, "eine neue Denkhaltung konnte bisher noch nicht verankert werden." Ansonsten sei effektiver Einsatz zum Unternehmensnutzen auch nicht möglich, so der Professor, es reiche nicht, es einfach nur zu tun. Kritik bietet sich auch in der Interpretation der Einführungsstrategien an: Es gibt kaum welche. "Schleichender Morgennebel", formuliert Scholz zur Nichtstrategie der Einführung von Social Media in heimischen Unternehmen.

Aber: Wer ist eigentlich zuständig? Überwiegend sehen die Befragten die Human-Resources-Abteilungen als Initiatoren und auch als Gestalter, allerdings - die Geldmittel dafür sollten aus dem Marketingbudget kommen, was sie derzeit auch überwiegend tun.

Wer Nutzer der wunderbaren neuen Social-Media-Verwendung ist, bleibt bis jetzt auch nebulos: ein bisschen das Gesamtunternehmen, ein bisschen das Marketing, ein bisschen die Human Resources - auf 100 Prozent kommen die Antworten allerdings in der Nutzungs-Tortengrafik nicht.

Klarheit und Strategie

Resultierende Handlungsempfehlungen am vergangenen Freitag beim 8. Jahresforum für die Personalwirtschaft (PoP) in Rust: sich über Potenziale, Chancen und Risken sowie über Gefahren bewusst werden. Im nächsten Schritt sollte eine klare Strategie, sollten Nutzungsregeln und Nutzungsempfehlungen formuliert werden. Denn, so Scholz: Erst wenn im Unternehmen ein einheitliches Verständnis über Sinn, Zweck und den richtigen Umgang mit Social Media herrscht, kann an einer Zielerreichung effizient gearbeitet werden. (Karin Bauer/DER STANDARD; Printausgabe, 15./16.4.2011)

Berichte über die Tagung und detaillierte Infos:
www.businesscircle.at

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10 Postings
Irgendwie ...

müssen wir die neue selbsternannte Berufsgruppe der Social Media Berater unterbringen. Cocaches haben die Firmen schon zum ... genug... aber SM-Berater, am besten noch mit Verpflichtung... I´m a fan, blowing fresh air ...

Eigentlich kann man nur froh sein, wenn man einen Berufsweg eingeschlagen hat, der einen wirklich erfüllt und der auch Sinn macht und wo man sich nicht mit so einem Scheißdreck wie "Social Media" herumschlagen muss.

ihr beruf: unnötige statements schreiben!

oder: wörter wie "Sch...k" unter die leute zu bringen?

oder: öffentlich mit wissen prahlen, welches man nicht hat?

Wer ist eigentlich zuständig?

als ichAG werde ich gleich am Montag ein Meeting einberufen, vor allem um zu klären, aus welcher Abteilung das Budget für http://facebook.com/GuterStoff herkommen soll. Will endlich Klarheit ;-)

"Soziale Netzwerke" sind ja auch unprofessionell. Also ist es nicht verwunderlich, wenn auch deren Einsatz unprofessionell erfolgt. Sowas hat in einem Unternehmen auch nichts verloren.

kann es sein, dass *unternehmen* noch nach 'traditioneller' art tun und sind, und schon rein deshalb niemals (intern unde externe) 'fans' haben können? und deshalb nur auf ablehnung in den social media stossen? da fühlen sich die leute ja 'frei'; in den firmen fühlen sie sich 'bedrängt'. man müsste die firmen policy upside down radikal verändern, um 'freunde' (leute, die gerne arbeiten, externe bewunderer haben) zu finden. das gute ist: findet eh bereits unbewusst statt. viele bekommen das gar nicht so richtig mit.

Und es gilt bis heute

"A Schriftl is a Giftl", sagte der legendäre Sozialpartner und Bundeskammerchef Rudolf Sallinger einst

Wurde der gute Journalist auch ins schöne Rust zur Konferenz eingeladen?

Gabs ein schoenes Buffet wenigstens?

Denn Inhalte kann ich dem Artikel beim besten Willen keine entnehmen.

Wobei "Social Media Spam^b^b^äh, Marketing" per se ziemlich inhaltslos wie überflüssig ist...

Kauft reale Produkte, keine Markenhülsen!

aber sicher doch, das ist ja der Sinn der Sache :)

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