Deutschsprachige Andrassy Uni Budapest feiert Zehn-Jahr-Jubiläum

15. April 2011, 15:45
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Multinationales Gemeinschaftsprojekt von Österreich, Ungarn, Deutschland und Schweiz

Wien/Budapest - Ihr Zehn-Jahr-Jubiläum begeht heuer die deutschsprachige Andrassy Universität in Budapest. Als multinationales Gemeinschaftsprojekt von den Partnerländern Ungarn, Österreich, Schweiz, Deutschland, dem deutschen Bundesland Baden-Württemberg und dem Freistaat Bayern 2001 gegründet, ist sie heute "Bindeglied im mitteleuropäischen Wissenschafts- und Forschungsraum", so Wissenschaftsministerin Beatrix Karl (ÖVP) am Freitag in einer Aussendung. Gemeinsam mit Vertretern der Partnerländer hat Karl anlässlich des Jubiläums in Budapest eine "Gemeinsame Erklärung" unterzeichnet, die die finanzielle Zukunft der Universität sichert.

"Finanziell getragen von drei Staaten und zwei Bundesländern, im Herzen Europas angesiedelt und von internationalen Studierenden besucht" sei die Uni Symbol dafür, dass Wissen, Bildung und Forschung Landesgrenzen überwinden, so Karl. Anlass für die Gründung der ersten deutschsprachigen Universität außerhalb des deutschen Sprachraums war die bevorstehende EU-Erweiterung und das Ziel, mit internationalen Studien in deutscher Sprache Führungspersönlichkeiten für den auswärtigen Dienst auszubilden. Nach Unterzeichnung der Ulmer Erklärung 2001 öffnete die Universität im September 2002 erstmals ihre Tore, seitdem haben 273 Studenten ein Studium abgeschlossen.

Sowohl die Studenten als auch die Lehrenden im einstigen Festetics Palas, der seit 2003 die Universität beherbergt, gehören verschiedener Nationalitäten an. Unter den derzeit 146 Studenten an der Andrassy Universität sind sechs Doktoratsstudierende und ein Post-Doc aus Österreich. Das österreichische Wissenschaftsministerium stellt jährlich zehn Stipendien in einer Höhe von 60.000 Euro zur Verfügung. Die Uni bietet derzeit Master- sowie postgraduale Studiengänge und PhD-Programme an: Neben den Fakultäten für Internationale Beziehungen und Vergleichenden Staats- und Rechtswissenschaften und der Interdisziplinären Doktorschule besteht eine Fakultät für Mitteleuropäische Studien, die mit den Unis Wien und Graz kooperiert. (APA)

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