Amerikas wilder Westen

15. April 2011, 15:38
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Die Zeit des Schaulaufens und der Diven ist vorbei - In der NBA geht es nur noch um den Titel. Teil 2 unserer Playoff-Vorschau widmet sich der Western Conference in einer Ansichtssache

Die NBA-Playoffs heben Samstagabend an und selten hat es vor dem Start so viele Top-Teams gegeben, die sich um den Titel der besten Basketballmannschaft der Welt reißen dürfen. Während im Osten der Konkurrenzkampf schon intensiv ist, geht es in der Western Conference noch enger zu. Höchste Zeit also auch die Teams aus dem Westen unter der Lupe zu nehmen. Vorweg: Einen leichten Weg in die Finals und zum Titel gibt es in der "wild wild west" nicht.

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1. San Antonio Spurs

Die Spurs haben heuer eine feine Saison gespielt, waren lange das Team mit der besten Bilanz - Zu Saisonende schonten sie ihre Stars und verloren den besten record an Chicago. Bis zum Finale hat San Antonio aber Heimrecht, was freilich ein wichtiger Faktor ist. Trainerfuchs Gregg Popovich hat wieder einmal eine tolle Mannschaft geformt, er könnte dafür mit dem "Coach of the year"-award belohnt werden. Die Spurs haben solide neue (Ergänzungs-)Spieler, eine offensivere taktische Ausrichtung als früher (sie scoren viel mehr und schneller als früher), aber der Kern der All- (oder Alt-) stars ist mit Tim Duncan, Tony Parker und Manu Gnobili unverändert.

Ein großes Plus: Coach Poppovich kann sein Team auf jeden Gegner einstellen. Die Spielminuten werden gut verteilt, die Veteranen auch gern geschont, der Spielstil an das Personal angepasst und im Spiel trifft "Pop" sowieso fast nur weise Entscheidungen. Die Spurs haben viel Erfahrung (vier Meisterschaften) und sie können weit kommen. Die Chance auf den Titel ist da, auch wenn der Weg dorthin für San Antonio am schwierigsten ist. Gegen Erstrundengegner Memphis sah man unter der Saison nicht gut aus, in der zweiten Runde wartet ein starkes athletisches Team (Oklahoma City oder Denver) und im Western Conference Final wären dann die Lakers an der Reihe.

X-Faktor: Gesundheit, Manu Ginobili und: wieviele Energiereserven hat Tim Duncan noch übrig?

(im Bild: der vielleicht beste südamerikanische Basketballer aller Zeiten nach Oscar Schmidt, Manu Ginobili an der Freiwurflinie - er fehlt womöglich verletzungsbedingt zum Auftakt gegen Memphis)

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