Künstler rufen zu weltweiter Protestaktion auf

15. April 2011, 14:10
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Motto "1001 Stühle für Ai Weiwei" - Auch Versammlung vor chinesischer Botschaft in Wien geplant

Berlin - Mit einer weltweiten Aktion wollen sich Künstler an diesem Sonntag für die sofortige Freilassung des chinesischen Gegenwartskünstlers Ai Weiwei einsetzen. In Anlehnung an Ai Weiweis documenta-Beitrag "Fairytale" haben die Veranstalter auf Facebook dazu aufgerufen, in verschiedenen Städten der Welt - darunter auch in Wien - um 13 Uhr Ortszeit 1001 Stühle vor chinesischen Botschaften und Konsulaten aufzustellen.

2007 hatte Ai Weiwei auf der documenta 1001 Chinesen nach Kassel kommen lassen und damit für Aufsehen gesorgt. Die jetzige Aktion "1001 Stühle für Ai Weiwei" soll in Deutschland am 17. April um 13 Uhr vor der chinesischen Botschaft in Berlin und dem chinesischen Generalkonsulat in München stattfinden, in Wien will man sich vor der chinesischen Botschaft im dritten Bezirk versammeln. Weitere Orte sind zum Beispiel New York, Stockholm, London, Paris, Moskau, Madrid oder Hongkong.

Die Teilnehmer sind per Facebook aufgerufen, selbst Stühle mitzubringen und darauf Platz zu nehmen. Die Idee stammt demnach vom Kurator Steven Holmes. Die Aktion soll auf "friedliche" Art und Weise der Forderung Ausdruck verleihen, Ai Weiwei sofort freizulassen, hieß es auf der Facebook-Seite. Zudem setzen sich die Organisatoren dafür ein, dass Künstler in China frei arbeiten und ihre Meinung äußern können. Der Regimekritiker Ai Weiwei wurde am 3. April in Peking festgenommen und ist seitdem verschwunden. (APA)

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