Wiener ÖVP kritisiert Ausgaben des Parlaments

15. April 2011, 14:06
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Kultursprecherin Fuhrmann fordert Nationalratspräsidentin Prammer zur Aufklärung auf

Wien - Nachdem sich am gestrigen Donnerstag der Vorstand der Wiener Kunsthalle bezüglich der Diskussion rund um Direktor Gerald Matt und den Auftrag für ein Buchprojekt sowie zwei Ausstellungen im Parlament hinter Matt gestellt hat, kritisiert heute, Freitag, die ÖVP-Kultursprecherin Silvia Fuhrmann die Ausgaben des Parlaments für das Kunstprojekt. Es stelle sich die Frage, warum etwas gefördert werde, das "mit dem Parlament selbst nichts zu tun" hat. In einer Aussendung fordert sie Nationalratspräsidentin Barbara Prammer (SPÖ) zur Aufklärung auf.

Laut Fuhrmann habe das Parlament für das Projekt zu Österreichs Kunst der 60er Jahre 32.500 Euro zur Verfügung gestellt. "An allen Ecken und Enden des Parlamentsbetriebs soll und muss gespart werden. Doch für ein Projekt, wo der Zusammenhang mit Aufgaben und Ausgaben für das Parlament zumindest fragwürdig ist, ist offenbar Geld in Hülle und Fülle vorhanden", so die Kultursprecherin weiter. Sie gehe davon aus, "dass das Parlament nicht auch noch die 50er Jahre, 70er Jahre, 80er Jahre etc. finanzieren wird".

Unterdessen untermauert die Kultursprecherin der Wiener ÖVP, Isabella Leeb in einer Aussendung erneuert die Forderung ihrer Partei, die Causa durch das Kontrollamt überprüfen zu lassen. Wie die Kunsthalle gestern mitteilte, werde das diskutierte Buch "Gespräche, Österreichs Kunst der 60er Jahre" auf Wunsch Matts "einer Überprüfung durch die unabhängigen Rechnungsprüfer und einen Wirtschaftstreuhänder unterzogen". Sollte Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ) das Kontrollamt nicht selbst einschalten, "dann wird die ÖVP ihrer Pflicht als kontrollierende Opposition mittels eines Prüfansuchens nachkommen", so Leeb. (APA)

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