Afghanistan

Ernährungshilfe für Millionen Afghanen gefährdet

15. April 2011, 13:42

Allein eine Million Schulkinder betroffen

Rom/Wien - Das UN World Food Programme (WFP) muss in diesem Jahr 7,3 Millionen Afghanen mit Ernährungshilfe unterstützen, dazu mangelt es aber der Organisation an 257 Millionen US-Dollar (178 Mio. Euro), der Hälfte des benötigten Budgets. "Wir rufen dringend zur Hilfe auf, damit wir noch eine Chance haben, die großen Lücken rechtzeitig zu schließen, die sich abzeichnen", erklärte der WFP-Landesdirektor in Afghanistan, Louis Imbleau, am Freitag in einer Aussendung.

"Ernährungssicherheit ist die Grundlage der Entwicklung - dies gilt besonders für die jüngsten und die am meisten gefährdeten Menschen in diesem Land." Viele Geberländer haben das mehrjährige WFP-Programm zur Ernährungshilfe in Afghanistan bereits unterstützt. Da es jedoch weiterhin an 50 Prozent der Mittel mangelt, rechnet WFP in wenigen Wochen mit einem Zusammenbruch der Hilfen, welcher Millionen Afghanen treffen wird. Insbesondere an Weizen droht es ab Juni zu mangeln.

Schulkinder betroffen

Weizen ist das Grundnahrungsmittel in Afghanistan und wird in allen Rationen des WFP verteilt, wie beispielsweise in "Food for Work"-Projekten, in Ausbildungsprogrammen und Alphabetisierungskursen für Frauen sowie in der Nothilfe. Die Bestände an Speiseöl und Hülsenfrüchten werden im Juli und August aufgebraucht sein.

Ohne zusätzliche Mittel wird WFP gezwungen sein, seine Schulspeisungsprogramme um die Hälfte zu reduzieren. Diese Kürzung würde mehr als eine Million Schulkinder treffen. Auch mit speziellen Nahrungsmitteln für Kleinkinder wird WFP bald nur noch 40.000 Kinder unter fünf Jahren unterstützen können, im Vergleich zu bisher 62.000 Kindern. Grundnährstoffe sind besonders in den ersten Jahren sehr wichtig, da eine gesunde Ernährung entscheidend für die weitere Entwicklung ist.

Rasche Unterstützung gefragt

Ohne die rasche und tatkräftige Unterstützung der internationalen Gemeinschaft wird WFP im August all seine Vorräte vollständig aufgebraucht haben und gezwungen sein, Teile der Operation einzuschränken oder sogar auszusetzen.

In Afghanistan dauert es zwei bis drei Monate, bis der gespendete Betrag als Ernährungshilfe bei den Bedürftigen ankommt. Wenn keine neuen Spenden sehr schnell eintreffen, kommen Nahrungsmittel nicht mehr rechtzeitig an, obwohl WFP diese lokal und regional einkaufen könnte.

Das UN World Food Programme (WFP) ist die größte humanitäre Organisation der Welt. Die Ernährungshilfe unterstützt jedes Jahr rund 90 Millionen Hungernde in über 70 Ländern. (APA)

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14 Postings
der Waldarbeiter
02
17.4.2011, 04:20
Millioneteure Programme der Weltdrogenbehöre

Es werden Millionen Dollar in Programme der Un- Weltdrogenbehörde für Satellitenüberwachung der Opiumproduktion gepulvert- Für die Weltsicherheit selbstverständlich! und den Bauern in Afgansitan wird veraschend wenig Anreize für eine "legale" Ernte von Weizen gezahlt. Australien ist der größte Produzent von "legalem" Opium. Anstatt den Bauern in Afgansitan eine echte Alternative zu bieten werden sie doppelt und dreifach verascht und in eine Spirale der Abhängigkeit von Saatgutproduzenten und korrupter Politik gezwängt. Die Opiumproduktion ist seit dem "Fall der Taliban" massiv zugunsten der CIA u.a. gesteigert worden- das Land kann nun "ausbluten"- (Lithium, andere Rohstoffe), die "Zentralregierung" (Gier-ung) profiert massiv- Demokratie!

badlwand
02
16.4.2011, 22:37
verschwindets von dort,

entenfutallesgut
01
16.4.2011, 19:51
Hübsch ist das im Gesundheitsressourt versteckt.

jesus mohamed von wien
00
16.4.2011, 17:41
gebt ihnen mehr waffen oder tötet mehr zivilisten, dann gibts weniger hunger

gut das wir westler dort frieden und wohlstand hinbringen wollen. ein hoch auf george w. bush dem erfinder des westlichen afghanisthan krieges. meine waffenaktien haben sich seid damals verzigfacht.

prusiner
02
16.4.2011, 13:51
kein Wunder

die Felder werden für den Mohnanbau benötigt .. ist lukrativer ..

gigngogn
 
12
15.4.2011, 19:58
Na so ein Wunder, ist die Hilfbereitschaft gegenüber einer Gesellschaft, die die Helfenden verachtet, beschimpft, mit Drohungen bedenkt, mit Attentätern überschwemmt und ermordet doch tatsächlich zurückhaltend, wer hätte das gedacht, tststs

yes2bertl
11
15.4.2011, 21:38
Wenn Ihresgleichen die Hauptvertreter der

neuen Generation sind, dann gute Nacht.

Bis zum eigenen Tellerrand reicht die Wahrnehmung, dass das für (momentane) Profiteure einer "globalisierten" Welt nicht reicht, brauchts noch ein bisserl Wohlstandsverlust. Aber dann finden wir schon zeitgerechte Schuldige an denen Sie abarbeiten können.

prusiner
00
16.4.2011, 13:52
unter den Taliban

war alles besser ..

gerry mandering
00
15.4.2011, 19:47
Mohnstrudel

Afghanistan hat viel Mohn ?
Dann sollte man ihnen Mohnstrudelrezepte schicken.

Barbarin
34
15.4.2011, 17:27
Ja, das ist die Wirkung...

...des USA-Opium-Raubzuges. (sieh Artikel im "Profi" dazu)

Das Opium ist nun billiger für die US-Mafia (größter, tatsächlicher aktiver Teil der CIA), die Bauern, obwohl brav die Prokuktion gesteigert (seit USA-Vergewaltigung um ca 40-50%), bekommen nun weniger bis nix mehr dafür bezahlt, weil nun wirds gestohlen!

Afghanistan überfallen und nun ausbeuten war billiger, als ordentlich dafür zu zahlen!

Begonnen hats bei den Briten mit den Opium-Kriegen!

Godesberg
54
16.4.2011, 16:29

Als das Halbwissen verteilt wurde, haben Sie wieder die falsche Hälfte abbekommen, was?

prusiner
43
16.4.2011, 13:59
und ich hätte immer geglaubt,

dass die Kokain-Barone das wirkliche Übel sind ..

und die Opium-Kriege der Briten: das war eine völlig andere Strategie, da ist von den Briten Opium IN das Land importiert worden, um das chinesische Volk unter Opium zu setzen und so zu schwächen.

Neuer Nick neues Glück
44
16.4.2011, 08:05

Du hast einen kompletten Schatten, aber das weißt du vermutlich selbst.

Barbarin
00
19.4.2011, 10:45
Und Sie sind ein unsicheres Lulu!

Guten Morgen an diese Stelle und nein, Bildung tut nicht weh!

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