Vanek gewann Öster­reicher-Duell im Play-off

15. April 2011, 09:56
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Buffalo Sabres besiegten Philadelphia Flyers mit 1:0

Philadelphia - Philadelphia Flyers gegen die Buffalo Sabres, der Auftakt des Conference-Viertelfinales hat nicht nur auf dem Papier erstmals ein Österreicher-Duell im Play-off der NHL gebracht. Andreas Nödl (Philadelphia) gegen Thomas Vanek (Buffalo) war am Donnerstag ein häufiges Duell auf dem Eis des Wells-Fargo-Center. Nödl war mit seinen Sturmpartnern auf die von Vanek angeführte Toplinie der Sabres angesetzt, die torlos blieb. Dennoch starteten die Sabres erfolgreich in die "best-of-seven"-Serie.

Torhüter Ryan Miller, der alle 35 Torschüsse abwehrte, und Patrick Kaleta, normalerweise ein Mann fürs Grobe, diesmal Schütze des einzigen Treffers (46.), waren beim 1:0-Auswärtssieg die Matchwinner. "Wir wollten natürlich das erste Spiel gewinnen. Wichtig war, die Auswärtspartie zu holen. Aber wir wissen, dass Philadelphia eine sehr starke Mannschaft hat. Sie werden im zweiten Match um so stärker spielen, aber wir können auch noch besser sein", erklärte Vanek gegenüber der APA - Austria Presse Agentur. Spiel zwei wird am Samstag wieder in Philadelphia ausgetragen.

Im ersten erwies sich Buffalo jedenfalls als Partyschreck. Alles war angerichtet. Fast 20.000 Zuschauer sorgten für ein ausverkauftes Wells-Fargo-Center, das im Orange der Flyers erstrahlte. Die Stimmung war auf Vorfreude eingestellt.

Die Botschaft auf dem Videowürfel unmittelbar vor dem ersten Bully war auch unmissverständlich: "We want it all". Denn nach der Finalniederlage im Juni gegen die Chicago Blackhawks haben die Flyers heuer ein Auge auf den Stanley Cup geworfen. Die Statistik spricht allerdings dagegen: In den vergangenen 42 Jahren ist es mit den Edmonton Oilers 1984 und den Pittsburgh Penguins 2009 nur zwei Mannschaften gelungen, sich nach einem verlorenen Finale in der nächsten Saison den Titel zu holen.

Und auch der Auftakt in die k.o.-Phase ging schief. Dabei waren die Flyers ab dem zweiten Drittel am Drücker, konnten aber weder aus dem Powerplay noch aus ihren Chancen Kapital schlagen. "Sie haben das Spiel in Überzahl verloren. Wir waren in Unterzahl sehr gut, Miller hatte super Paraden", sagte Vanek, der im ersten Drittel zwei gefährliche Aktionen vor dem Tor hatte.

Doch die Defensive stand bei den Gästen im Vordergrund. "Wir haben offensiv nicht so viel gemacht. Beide haben versucht, defensiv gut zu spielen. So müssen wir weiter spielen gegen die Flyers. Wenn man ihre drei Toplinie anschaut, die sind unglaublich, da wollen wir genug Leute hinten haben", betonte er. "Im Großen und Ganzen sind wir zufrieden, wir hatten nur zu viele Strafen. Aber wir haben uns gut beruhigt, wir waren nie nervös", sagte Vanek.

Drei Spiele in Serie hat Buffalo nun gegen Philadelphia gewonnen, ein besonderes Erfolgsrezept gibt es für den 27-Jährigen aber nicht. "Wir haben in den letzten drei Monaten gegen jeden gut gespielt. Wichtig ist, dass wir unser System weiter spielen", meinte Vanek, der auch Lob für seinen österreichischen Gegenspieler Nödl über hatte. "Wir haben zuletzt immer gegeneinander gespielt. Es freut mich, dass er gut spielt, aber hoffentlich können wir die Serie gewinnen und ihn zur WM schicken." (APA)

Conference-Viertelfinale (best of seven):

Eastern Conference:

Philadelphia Flyers (mit Andreas Nödl) - Buffalo Sabres (mit Thomas Vanek) 0:1. Stand: 0:1

Boston Bruins - Montreal Canadiens 0:2. Stand: 0:1

Western Conference:

San Jose Sharks - Los Angeles Kings 3:2 n.V. Stand: 1:0

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    Vanek gibt Stoff.

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