Euro bei 1,4314 US-Dollar

19. April 2011, 18:16
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Frankfurt - Der Kurs des Euro hat sich am Dienstag etwas von seinen drastischen Vortagesverlusten erholt. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde mit 1,4314 US-Dollar gehandelt. Im frühen Handel hatte der Euro nur knapp über der Marke von 1,42 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,4302 (Montag: 1,4275) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,6992 (0,7005) Euro.

"Die deutlichen Kursverluste des Euro am Montag waren übertrieben", kommentierte Ulrich Wortberg, Devisenexperte bei der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Es habe hier eine Gegenbewegung eingesetzt. Der Euro war am Montag von über 1,44 Dollar auf unter 1,42 Dollar gefallen. "Eigentlich hätte der Euro von der angedrohten Herabstufung der Kreditwürdigkeit der USA durch die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) profitieren müssen", sagte Wortberg. Auch die Gerüchte über eine mögliche Restrukturierung von griechischen Schulden seien nicht neu und sollten den Euro eigentlich nicht mehr belasten.

Gestützt worden sei der Euro am Dienstag von überraschend robusten Konjunkturdaten aus der Eurozone, sagte Wortberg. Die Stimmung bei den Einkaufsmanagern hatte sich trotz eines schwierigen weltwirtschaftlichen Umfelds im April aufgehellt. Wortberg sieht darin auch ein positives Zeichen für den am Donnerstag anstehenden deutschen Ifo-Geschäftsklimaindex. Der längerfristige Aufwärtstrend für den Euro sei weiter intakt.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87800 (0,87750) britische Pfund, 118,23 (118,25) japanische Yen und 1,2842 (1,2821) Schweizer Franken fest. Der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.490,50 (1.493,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 33.140,00 (32.770,00) Euro. (APA)

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