"Nazi-Torten": Konditor entschuldigt sich

15. April 2011, 08:28
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Mauthausen Komitee: "Kein rechtsradikaler Konditor"

Wien - "Ich denke nicht, dass wir es hier mit einem rechtsradikalen Konditor zu tun haben. Deshalb habe ich das persönliche Gespräch gesucht", sagte Willi Mernyi, der Vorsitzende des Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ). Eine Woche, nachdem das MKÖ öffentlich gemacht hatte, dass in der Konditorei von Manfred Klaschka Fotos von Torten mit verbotener NS-Symbolik zur Ansicht allgemein zugänglich aufliegen, hat Mernyi nun Kontakt mit Klaschka aufgenommen. "Ich habe ihn angerufen, weil ich durch Medienberichte den Eindruck gewonnen habe, dass er zwar etwas getan hat, was falsch war, aber dass es ihm leid tut", erklärte Mernyi.

Klaschka bestätigt das und entschuldigt sich.  "Ich habe mir nichts dabei gedacht, und es waren nicht mehr als die drei Torten."

Klatschka: "Ich bin kein Nazi"

Das MKÖ wolle den Konditor nicht an den Pranger stellen, sondern darauf aufmerksam machen, welche Verbrechen unter dem Symbol des Hakenkreuzes begangen wurden. Außerdem müsse gefragt werden, wer so eine Torte in Auftrag gebe. "Da es sich in dem einen Fall ganz offensichtlich um eine Tauftorte handelt, stellt sich die Frage, in welcher Familie dieses Kind aufwächst", sagt Mernyi.

Laut Mernyi sei dem Konditor die Dimension seines Handelns nicht bewusst gewesen. "Ich sehe ein, dass es ein Fehler war. Jeder, der mich kennt, weiß, was ich für ein Mensch bin. Ich bin kein Nazi", beteuerte Klaschka. (red, derStandard.at, 15.4.2011)

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