Hypo Tirol souveräner Meister

15. April 2011, 21:45
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SK Aich/Dob verlor auch das vierte Finalspiel - hotvolleys werden Dritter

Klagenfurt - Hypo Tirol bleibt im heimischen Volleyball das Maß aller Dinge. Am Donnerstag ließen die Titelverteidiger Aich/Dob auch im vierten Duell der "best-of-seven"-Serie keine Chance, gewannen in Klagenfurt 3:0 (-19,-19,-23) und holten sich zum fünften Mal bzw. zum dritten Mal en suite den österreichischen Meistertitel und qualifizierten sich damit auch für die kommende Saison in der Champions League.

Im ersten Titel-Duell ohne die hotVolleys seit 21 Jahren hatte sich Tirol erstmals Aich/Dob Platz in den Weg gestellt. Mit Ausnahme des ersten Finalspiels, in dem die Kärntner 2:0 in Führung gelegen waren, hatte die neue zweite Kraft in Österreich aber nichts zu bestellen. Wie schon im dritten Spiel der Finalserie war die Überlegenheit der Tiroler in allen Belangen von Beginn an zu spüren, der Sieg nie in Gefahr. Das Spiel hatte neuerlich im eigens adaptierten Klagenfurter Sportpark stattgefunden, weil die Heimhalle von Prevalje (SLO) nicht zugelassen worden war.

Nachdem sich Daniel Gavan und Co. in den ersten beiden Durchgängen schnell um fünf, sechs Punkte abgesetzt hatten, bäumten sich die personell stark geschwächten Gastgeber im dritten Satz nochmals auf. Von 8:14 glich man noch einmal auf 15:15 aus und hielt den Spielabschnitt bis zum Schluss offen. Die Souveränität der Tiroler setzte sich aber neuerlich durch, der fünfte Titel nach 2005 und 2006 bzw. 2009 und 2010 war unter Dach und Fach.

"Die größere Routine im Finale hat für uns entscheiden", analysierte Tirol-Manager Hannes Kronthaler. "Aich/Dob ist Spiel um Spiel müder geworden. Das erste Spiel war der Knackpunkt. Für unseren Verein ist die Champions League alles. Wir haben ein Niveau erreicht, auf dem wir dort spielen müssen. Das ist der Anspruch der Spieler." Kapitän Gavan stellte klar: "Wir sind die bessere Mannschaft des Finales, das haben wir nach dem 0:2-Rückstand im ersten Spiel bewiesen."

"Wir müssen mit dieser Saison zufrieden sein", meinte Aich/Dob-Trainer Igor Simuncic in Anspielung auf den größten Erfolg des Vereins in der Clubgeschichte. "Wir haben die ganze Serie ohne unsere besten zwei Spieler gespielt, das war leider zu wenig". Auch Aich/Dob-Routinier Gerald Reiser beklagte die personelle Situation: "Die Chance war nur im ersten Spiel vorhanden. Es war verletzungsbedingt schade, dass wir im Finale so auftreten haben müssen."

hotVolleys sichern sich Rang drei

Die hotVolleys haben die Saison auf Platz drei der Austrian Volley League beendet. Die Wiener, die erstmals seit 21 Jahren nicht ins Final-Duell eingezogen waren, setzten sich im dritten Spiel der "Best-of-three"-Serie zu Hause gegen VCA Amstetten mit 3:0 (19,29,27) durch und gewannen die Serie mit 2:1.

"Wir haben das Minimum herausgeholt", resümierte hotVolleys-Boss Peter Kleinmann. "Mit dem Cupsieg haben wir zumindest einen Titel geholt. Ich bin froh, dass die Meisterschaft aus ist und wir uns jetzt voll der Heim-EM widmen können."

Freitag-Ergebnis der heimischen Volleyball-Bundesliga der Herren (AVL) - Spiel um Platz drei, drittes Match der "Best of three"-Serie:

SG SVS hotVolleys - SG VCA Hypo NÖ 3:0 (19,29,27). Topscorer: Laimer 17 bzw. Sanko 14. Endstand in der Serie: 2:1 - hotVolleys Meisterschafts-Dritter (APA)

Ergebnis des vierten Spiels der Finalserie ("best of seven") der Austrian Volley League (AVL) am Donnerstag in Klagenfurt:

SK Aich/Dob - Hypo Tirol 0:3 (-19,-19,-23) Endstand in der Finalserie ("best of seven"): 0:4

Topscorer: Kosl 15, Neschew 9 bzw. Da Silva 19, Gavan 9

 

 

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