NATO verspricht Kabul über 2014 hinaus Unterstützung

14. April 2011, 20:28
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Geld fehlt - Clinton appelliert an Verbündete

Berlin - Die an der Afghanistan-Schutztruppe ISAF beteiligten 48 Staaten haben Afghanistan Unterstützung auch für die Zeit nach 2014 zugesichert. Bei einem Treffen der Außenminister am Donnerstag in Berlin blieb jedoch unklar, wie die Regierungen den erheblichen künftigen Geldbedarf von Armee und Polizei Afghanistans decken wollen.

US-Außenministerin Hillary Clinton habe an die Verbündeten appelliert, die Solidarität mit Afghanistan auch praktisch unter Beweis zu stellen, sagte Mark Sedwill, der NATO-Vertreter in Afghanistan. 2014, wenn die afghanischen Sicherheitskräfte die Verantwortung für die Sicherheit im gesamten Land von der Isaf übernommen haben sollen, würden jährlich etwa sechs bis acht Milliarden US-Dollar (4,1 bis 5,5 Milliarden Euro) gebraucht, um die Kosten der dann 171.000 Soldaten und 134.000 Polizisten zu decken.

Bisher ist ein NATO-Fonds für die afghanische Armee lediglich mit rund 130 Millionen Euro ausgestattet, für weiter 230 Millionen gibt es Ankündigungen. US-Verteidigungsminister Robert Gates hatte im März gesagt, die USA gäben jährlich 120 Milliarden Dollar für Afghanistan aus und erwarteten, dass die Verbündeten wenigstens 1,4 Milliarden Dollar pro Jahr aufbrächten.

Der afghanische Außenminister Zalmay Rassoul verteidigte die Absicht der Regierung in Kabul, ein Partnerschaftsabkommen mit den USA abzuschließen. "Ein solches Abkommen wird gegen niemanden gerichtet sein. Unser Interesse ist, Sicherheit und Wohlstand in Afghanistan zu schaffen. Wir wollen keine neuen Spannungen erzeugen." (APA)

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