Abermals Ärger um antiken Altar in Athen

14. April 2011, 18:19
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Neue Teile des "Altars der Zwölf Götter" entdeckt -Nun soll der frühere Mittelpunkt der Stadt aus Geldmangel wieder zugeschüttet werden

Athen - Erneut gibt es Ärger rund um den vor einigen Monaten entdeckten "Altar der Zwölf Götter" in Athen: Am Donnerstag blockierten Dutzende Demonstranten stundenlang die S-Bahn-Verbindung zwischen Athen und Piräus. Sie protestierten gegen die geplante Zuschüttung des Altars wegen Geldmangels. Bei Renovierungsarbeiten für die Modernisierung der S-Bahn waren im Herbst 2010 unterhalb der Akropolis auf der früheren Agora neue Teile des Altars aus der Antike (um 521 v. Chr.) entdeckt worden. Vor einigen Tagen war beschlossen worden, den Altar vorerst zuzuschütten.

Weiterer Ärger vorprogrammiert

Den Griechen fehlt wegen der dramatischen Finanzlage das Geld, um die S-Bahn entlang dieser Strecke unterirdisch zu bauen. Weiterer Ärger ist programmiert: Bald sollen die Renovierungsarbeiten an einem benachbarten Teil der Bahn-Trassen fortgesetzt werden. Es gilt als sicher, dass neue Funde zu weiteren Protesten von Archäologen führen werden, berichtete die Athener Presse am Donnerstag weiter. Der "Altar der Zwölf Götter" wird vom antiken Historiker Thukydides erwähnt. Es diente als Mittelpunkt für die Stadt Athen. (red/APA)

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