Mageres Jahr für Wienerberger-Manager

14. April 2011, 14:14
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Wien - Die schwere Zeit, die der Ziegelkonzern Wienerberger nach wie vor durchmachen muss, hat sich 2010 auch für die Manager persönlich bemerkbar gemacht. Zum ersten Mal seit vielen Jahren hat die Wienerberger keinen Bonus ("variable Vergütung") ausgeschüttet. Dies tritt ein, wenn das vom Aufsichtsrat gesteckte Gewinnziel (nach Ebitda) völlig verfehlt wird, heißt es in dem am Donnerstag veröffentlichten Geschäftsbericht.

Selbst im Krisenjahr 2009 hatte der Baustoffkonzern Cash-Boni in Höhe von zusammen 1 Million Euro ausgeschüttet - obwohl 2009 ein (operativer) Rekordverlust von 258 Mio. Euro eingefahren worden war. 2010 war das Ebit wieder leicht positiv gewesen.

Vorstandschef Heimo Scheuch verdiente 2010 brutto 628.969 Euro an fixen Bezügen, sein Kollege Johann Windisch kam auf 501.715 Euro brutto, Finanzer Willy Van Riet kassierte 461.577 Euro - zusammen 1,59 Mio. Euro. 2009 hatte das Management noch 2,7 Mio. Euro bezogen (rund 800.000 waren noch an den zur Jahresmitte ausgeschiedenen Wolfgang Reithofer gegangen).

Wienerberger-Aufsichtsratsvorsitzender Friedrich Kadrnoska (früher Bank Austria) bezog für die Funktion 2010 rund 43.400 Euro, die Vergütung der normalen Aufsichtsräte des 2,4-Milliarden-Umsatz-Unternehmens belief sich auf 16.300 Euro.(APA)

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