RZB beim Gewinn fast auf Vorkrisenniveau

14. April 2011, 13:33
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Wien - Die Raiffeisen Zentralbank (RZB) - mit 78,5 Prozent an der börsenotierten Raiffeisen Bank International (RBI) beteiligt - kam 2010 beim Nettogewinn fast wieder auf die Summen, die vor der Krise 2007 erzielt worden waren.

160 Mio. Euro werden daraus wieder als Dividenden an die Aktionäre ausbezahlt. Zu 87,8 Prozent sind die Raiffeisen-Landesbanken an der RZB beteiligt. 5,15 Prozent hält die ÖVAG, je 2,6 Prozent entfallen auf Uniqa Versicherung und Raiffeisen Ware Austria (RWA).

Auf das 2009 aufgenommene Partizipationskapital (PS-Kapital) wurden 200 Millionen ausgeschüttet, davon 140 Mio. Euro auf jene PS, die der Staat gezeichnet hat.

Der allergrößte Teil der RZB-Konzernbilanz stammt von der Raiffeisen Bank International, die bereits vorige Woche ihre Bilanz gelegt hat.

Die RZB meldete bei leicht gesunkenem Betriebsergebnis für 2010 einen Vorsteuergewinn von 1,292 Mrd. Euro, das war ein Zuwachs von 56,8 Prozent. Ausschlaggebend waren annähernd halbierte Kreditvorsorgen - sie sanken um 46,7 Prozent auf 1,198 Mrd. Euro, sowie ein außerordentlicher Steuerertrag. Risikovorstand Johann Strobl erwartet, dass die Risikolage heuer nicht schlechter wird. Er hofft, dass für faule Kredite weniger auf die Seite gelegt werden muss, sagte er.

Nach Abzug des Ergebnisses der nicht beherrschenden Anteile einschließlich der Fremdanteile auf das PS-Kapital von 455 Mio. Euro errechnet sich laut Geschäftsbericht der auf die RZB entfallende Konzern-Jahresüberschuss auf 714 Mio. Euro. Das sei ein Zuwachs von 65 Prozent oder 280 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr. Damit komme man dem Ergebnis nahe, das die RZB im Jahr 2007 erwirtschaftet habe. Damals lag der vergleichbare Konzernnettogewinn bei 778 Mio. Euro.

Im Oktober 2010 wurden die operativen Hauptsparten von der RZB abgespaltet und mit der Tochter Raiffeisen International zur neu aufgestellten RBI verschmolzen. Zu Fragen nach einer Kapitalerhöhung für die RBI hielt sich auch Rothensteiner heute bedeckt. Ob die RZB ganz oder nur zur Hälfte oder gar nicht mitziehe, wollte er nicht sagen. Alles sei möglich. Mit der Fusion habe man den Spielraum erweitert, sich auch zurückfallen zu lassen.

Die zweitschwerste Beteiligung der RZB ist die UNIQA Versicherung. Sie wird sich unter neuer Führung im Sommer umbauen. (APA)

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