Fernost-Leitbörsen schließen ohne klare Linie

14. April 2011, 12:24
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Zurückhaltender Handel - Chinesische Bankenwerte schwächer

Wien - Die Leitbörsen in Fernost haben am Donnerstag uneinheitlich tendiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio verteuerte sich um 12,74 Zähler oder 0,13 Prozent auf 9.653,92 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong hingegen fiel um 121,03 Zähler (minus 0,50 Prozent) auf 24.014,00 Einheiten. Der Shanghai Composite ermäßigte sich ebenfalls leicht um 0,25 Prozent oder 7,76 Zähler auf 3.042,64 Punkte.

Etwas nachgegeben hatten auch die Märkte in Singapur und Sydney. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.158,92 Zählern und einem Abschlag von 13,16 Punkten oder 0,41 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney verlor 27,2 Zähler oder 0,54 Prozent auf 4.972,4 Einheiten.

Mangels neuer Impulse hielten sich die Investoren im Vorfeld zu den am morgigen Freitag erwarteten Konjunkturdaten aus China eher zurück, hieß es vonseiten einiger Marktteilnehmer. In Tokio bestimmten Hoffnungen auf eine positiv verlaufende Berichtsaison die Stimmung. Unter den Kursgewinnern befanden sich beispielsweise die Titel des Atomreaktor-Herstellers Toshiba. Der Chef des Unternehmens, Norio Sasaki, hatte zuvor angekündigt, dass Toshiba im laufenden Geschäftsjahr möglicherweise mehr Nettoeinnahmen machen könnte als noch im Jänner prognostiziert worden war. Die Anteilsscheine verbesserten sich um 2,02 Prozent auf 404 Yen.

Zudem bescherten Übernahmegerüchte den Aktien von Isuzu ein Plus von 6,85 Prozent auf 312 Yen. Dem "Manager Magazin" zufolge prüfe Volkswagen (VW) einen möglichen Einstieg oder auch eine Übernahme beim japanischen Nutzfahrzeughersteller. Weder VW noch Isuzu bestätigten jedoch diese Nachricht.

Mit schwächerer Tendenz präsentierten sich chinesische Bankenwerte. Am Markt werde spekuliert, dass chinesische Kreditinstitute in den kommenden sechs Jahren insgesamt etwa 860 Mrd. Yuan an zusätzlichem Kapital aufbringen müssen um künftigen, strengeren Kapitalauflagen gerecht werden zu können. So ermäßigten sich China Construction Bank um 1,34 Prozent auf 7,36 Hongkong Dollar, Industrial & Commercial Bank of China verloren 1,21 Prozent auf 6,51 Hongkong Dollar und Bank of China sanken um 1,13 Prozent auf 4,36 Hongkong Dollar.

Auch chinesische Airlines gingen am Donnerstag mit Kursverlusten aus dem Handel. Air China verloren 2,63 Prozent auf 7,77 Hongkong Dollar, China Eastern Airlines ermäßigten sich um 3,29 Prozent auf 3,23 Hongkong Dollar. Hintergrund dieser Kursverluste waren die hohen Ölpreise, welche zu steigenden Treibstoffkosten für die Fluglinien führen könnten.

In Sydney befanden sich unter anderem die Anteilsscheine des Bauunternehmens Leighton Holdings im Blick der Anleger. Das Unternehmen hatte bekanntgegeben, dass es für das im Juni 2011 auslaufende Geschäftsjahr einen Nettoverlust von 427 Mio. australische Dollar erwarte. Zuvor war bei Leighton unterm Strich noch mit einem Gewinn gerechnet worden. Die Aktien rutschten um 11,90 Prozent auf 24,93 australische Dollar ab und zählten damit zu den größten Verlierern des australischen Index. (APA)

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