Verminderte Hirnsubstanz schon Jahre davor

14. April 2011, 10:05
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Indiz für erhöhtes Erkrankungsrisiko - Größe bestimmter Hirnregionen vielleicht künftig als Marker einsetzbar

Boston/Chicago - Verminderungen der Hirnsubstanz zeigen sich einer Studie zufolge schon fast ein Jahrzehnt bevor erste Symptome einer Alzheimer-Demenz auftreten. Die Wissenschaftler untersuchten dazu Gehirne von Menschen, die keine Anzeichen für Alzheimer hatten, und begleiteten die Studienteilnehmer über Jahre. Menschen mit weniger Hirnsubstanz in bestimmten Regionen hatten ein dreifach höheres Erkrankungsrisiko als Studienteilnehmer, deren Hirnstrukturen in diesen Bereichen überdurchschnittlich groß waren.

Die Studie von der Harvard Medical School und dem Massachusetts General Hospital (Boston), sowie dem Rush University Medical Center (Chicago) erscheint im Fachjournal "Neurology". Die Forscher nutzten für ihre Gehirnaufnahmen die Magnetresonanztomographie (MRT).

Einsatz als Marker denkbar

"Dies sind vorläufige Ergebnisse, die noch nicht außerhalb von Studien angewendet werden können", betonte Studienautor Bradford Dickerson von der Harvard Medical School. Aber die Teams seien zuversichtlich, dass sich die Größe von bestimmten Hirnregionen künftig als Marker einsetzen lasse.

In die Studie wurden demnach nur Menschen über 70 Jahre einbezogen, die zu Beginn weder Gedächtnisstörungen noch andere typische Alzheimer-Zeichen hatten. In der einen Gruppe wurden 33 Probanden über elf Jahre begleitet, acht davon entwickelten Alzheimer. In einer zweiten Gruppe wurden 32 Teilnehmer über durchschnittlich sieben Jahre beobachtet, sieben erkrankten. (APA)

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