Börse Frankfurt: Dax schließt im Minus

14. April 2011, 19:18
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Kapitalmaßnahmen im Fokus - Commerzbank weiter unter Druck

Frankfurt - Belastet von Kapitalmaßnahmen einiger Unternehmen ist die Frankfurter Aktienbörse am Donnerstag den mit tieferer Tendenz aus dem Handel gegangen. Der DAX verlor 31,41 Punkte (minus 0,44 Prozent) auf 7.146,56 Einheiten. Der TecDAX sank um 7,06 Punkte oder 0,77 Prozent auf 914,11 Punkte. Der M-DAX ermäßigte sich 31,11 Punkte oder 0,30 Prozent auf 10.317,20 Zähler.

Der HDAX schloss mit 3.637,69 Einheiten und einem Minus von 16,00 Zählern oder 0,44 Prozent. Der C-DAX verlor 2,60 Punkte oder 0,41 Prozent auf 629,63 Zähler. "Der Markt befindet sich in einer Konsolidierungsphase", sagte Fondsmanager Thorsten Winkler von Veritas Investment Trust. "Die Anleger warten nach der extremen Erholung nach dem Japan-Schock auf weitere Impulse."

Die Commerzbank-Aktien blieben nach dem kräftigen Kursrutsch vom Vortag sehr schwankungsfreudig und pendelten zwischen dem DAX-Ende und der Spitze. Zu Handelsschluss sanken sie trotz eines erfolgreichen ersten Schritts bei der Mega-Kapitalerhöhung um 1,77 Prozent auf 4,607 Euro. Die Bank sammelte zwar mit der am Vorabend platzierten Pflichtumtauschanleihe mehr ein als ursprünglich geplant, Experten reagierten aber dennoch unterschiedlich. Bis zur Aktienplatzierung Ende Mai blieben noch viele Fragen offen und das drücke auf die Aktien.

Der auch mit Steuergeldern unterstützte Immobilienfinanzierer Aareal Bank will 269 Millionen Euro einsammeln. Die Titel rutschten mit minus 3,42 Prozent auf 23,47 Euro an das MDAX-Ende. Auch die Papiere des im SDAX notierten Autozulieferers Grammer drückte eine Kapitalmaßnahme mit 1,09 Prozent in die Verlustzone.

Besser erging es den Vorzügen von Porsche, die um 1,37 Prozent auf 45,17 Euro kletterten. Der Sportwagenhersteller brachte seine dringend notwendige Kapitalerhöhung erfolgreich über die Bühne und hat nun wie erwartet rund 4,9 Milliarden Euro mehr in der Kasse. Mit dem Geld sollen die Schulden gesenkt werden. Fast alle Vorzugsaktien gingen an die Altaktionäre. Die Stammaktionäre, die Eignerfamilien Porsche und Piech sowie das Golf-Emirat Katar, hatten ihre Teilnahme ohnehin zugesagt.

Auch Analystenstudien zeigten ihre Wirkung. So rutschten die Papiere der Deutschen Bank nach einem skeptischen Kommentar des französischen Finanzinstituts Societe Generale um 2,57 Prozent auf 41,595 Euro an das Dax-Ende. Zudem muss die Deutsche Bank sich in den USA heftige Kritik an ihren Hypothekengeschäften gefallen lassen.(APA)

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