Infizierte Zecke

Gefährlichere Stiche in wärmerem Klima

14. April 2011, 09:39
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    foto: apa/stefan jansen

    Die Widerstandsfähigkeit und das Überleben der Zecken erhöhen sich durch den Befall mit Krankheitserregern.

Klimawandel erhöht die Überlebensfähigkeit infizierter Zecken - Zunahme an Borreliose-Fälle zu erwarten

Zecken überleben warme Trockenperioden besser, wenn sie von bakteriellen Krankheitserregern befallen sind, als wenn sie keine Erreger in sich tragen. Deshalb könnten sich in Zukunft - in einem zusehends wärmeren Klima - die durch Zeckenstiche übertragenen Krankheitsfälle mehren. Dies zeigen vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) unterstützte Forschende der Universität Neuenburg.

Auch nach dem Jahr der Biodiversität ist der Holzbock - die wichtigste Zeckenart in der Schweiz - kein grosser Sympathieträger. Das den Spinnen verwandte Tier ernährt sich vom Blut von kleinen Nagetieren, Vögeln, Hasen, Rehen und von Menschen. Dadurch ist der Holzbock auch an der Übertragung von Krankheitserregern beteiligt: In der Schweiz erkranken jährlich schätzungsweise 10.000 Personen an einer von Zecken übertragenen Infektionskrankheit namens Lyme-Borreliose, die vom bakteriellen Erreger Borrelia burgdorferi verursacht wird.

Überleben von Zecken steigt

Mit diesem Erreger ist ungefähr ein Drittel der Zecken infiziert, die das Team um Lise Gern an der Universität Neuenburg seit mehr als zehn Jahren am Chaumont untersucht. Der Holzbock ist dort - wie auch anderswo in der Schweiz - vorwiegend auf niedrigen Pflanzen, Gräsern, Büschen oder Sträuchern an feuchten Stellen im Wald zu finden, wo er auf den nächsten Wirt wartet. Die Gefahr dabei zu vertrocknen, ist um so grösser, je wärmer es ist, und je länger es nicht regnet. Die Widerstandsfähigkeit und das Überleben der Zecken erhöhen sich aber durch den Befall mit dem Krankheitserreger, weisen die beiden Biologinnen Coralie Herrmann und Lise Gern in einer kürzlich erschienenen Studie nach.

Sie sammelten 1500 Zecken, steckten sie in dunkle, mit unterschiedlich feuchter Luft gefüllte Behälter und zählten zwei Tage später, wie viele Zecken noch lebten und vom Krankheitserreger befallen waren. An der warmen und trockenen Luft starben fast 70 Prozent der nicht infizierten Zecken, bei den mit dem Krankheitserreger infizierten Tieren starb nur jede zweite Zecke.
Am Chaumont nahm der Anteil infizierter Zecken in den letzten zehn Jahren zu. Der Klimawandel könnte diesen Trend fortsetzen und verstärken, befürchten die Forschenden. Möglicherweise setzten sich in einem zusehends wärmeren Klima die infizierten Zecken durch. Dann wäre mit einer Zunahme der Borreliose-Fälle zu rechnen. Zeckenstiche würden noch gefährlicher. (red)

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22 Postings
Marry
00
27.4.2011, 21:44

Vielleicht nimmt man das Thema Borreliose dann endlich mal ernster.

fertigprodukt
00
24.4.2011, 18:09

nach dem spaziergang oder dem spielen im freien von oben bis unten absuchen hilft!

Johannes Benn
01
15.4.2011, 13:16
.

diese zecken sind soweit ich das überblicke die einzigen für den menschen gefährlichen wild lebenden tiere in europa. schade, dass man bisher weder den zecken noch den krankheiten mittels impfung o.ä. etwas anhaben kann

m °u° m
01
15.4.2011, 14:38

Es soll auch schon Leute gegeben haben, die sind an einem Bienenstich gestorben.

Der größte Feind des Menschen ist in meinen Augen sowieso der Mensch.

Sinfioetli
12
14.4.2011, 17:03

man sollte diese zecken vom anglitz der erde tilgen, am besten alle vergiften!!!!

Johannes Benn
00
15.4.2011, 19:38
.

nur wie?

m °u° m
01
14.4.2011, 22:29

Also wenn Sie der Welt einen Gefallen tun wollen, sollten Sie lieber für Atomkraft sein.

reinibubi
626
14.4.2011, 15:12
Und nicht vergessen: Nur die Zeckenimpfung hilft!!!

... der Pharmaindustrie.

Langschluss
35
14.4.2011, 16:35

Lassen Sie sich doch ungeimpft von einem Zecken zwicken.

Na? Was ist? Schiss davor?

Nennt mich Loretta
00
15.4.2011, 09:32
Wo kann ich mich denn gegen Borreliose impfen lassen?

m °u° m
11
14.4.2011, 22:28

Nicht jeder leidet an Arachnaphobie, mein Lieber.

chrissie
01
14.4.2011, 22:23
die sogenannte zeckenimpfung ...

... ist eine impfung gegen FSME (auch von zecken übertragen) und nicht gegen borreliose.

cst
22
14.4.2011, 22:13
Schon passiert.

1 Mal in 20 Jahren. Serum spritzen lassen und gut is. Besser als jedes Jahr das Risiko der Folgen einer Impfung auf sich zu nehmen.

Psycho Dad
06
14.4.2011, 15:56
gegen Borreliose hilft keine Impfung in Europa

m °u° m
12
14.4.2011, 22:28

Gab es nicht einmal eine? Die hatte so schwere Nebenwirkungen, dass sie wieder abgesetzt wurde, so weit ich mich erinnere. Hunde bekommen sie, so weit ich weiß, trotzdem noch.

fertigprodukt
00
24.4.2011, 18:08

tiere sind echt noch mehr versuchskaninchen als kinder.

m °u° m
219
14.4.2011, 14:00

Welcher Klimawandel?
So kalt wie der heurige Winter und Frühling war, müsste es heuer besonders wenig Zecken geben.

Avatar
01
15.4.2011, 08:17

Also ich hab heuer bereits geschätzte 10EE34 Zecken aus dem Fell meines Hundes entfernt. Wenn es also weniger Zecken dieses Jahr geben sollte, dürft ihr euch bei mir bedanken :P

Sollte es trotzdem mehr geben, dann haben diese Biester die Toilette überlebt.

ecologystin
00
15.4.2011, 11:32
hm

so könnte man die zeckengefahr reduzieren.

honey dogs durch die wälder schicken und sich die zecken einfangen lassen.

Amalrich
 
142
14.4.2011, 15:37

Paradoxerweise wird es bei der Klimaerwärmung (=wertfrei) in Europa vermutlich erstmal kälter (siehe Golfstrom).

m °u° m
19
14.4.2011, 22:26

Auch auf dem Kilimandscharo gab es heuer so viel Schnee wie noch nie.

"klimaexperte"
515
14.4.2011, 15:05
Klima Hysteriker "fühlen" die Temperaturen etwas anders!

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