Neue Barclays-Indizes auf Regionen und Sektoren

13. April 2011, 08:37
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"Chips"-Index-Zertifikate mit unterschiedlichen Ansätzen

Der Begriff "Blue Chips" gehört seit langem zum Börsenjargon. Er bezeichnet Unternehmen, die hinsichtlich ihrer Marktkapitalisierung, Liquidität, Bekanntheit und Solidität führend sind.

Zugrunde liegende Indizes folgen der Total-Return-Konzeption

Barclays berechnet die Indizes, die als Grundlage der "Chips"-Zertifikate-Familie dienen. Die sieben Indizes bedienen zwei Investment-Ansätze: Vier verfolgen einen regionalen Ansatz: Euro-Chips-, UK-Chips-, US-Chips- und die China-Chips-Index beinhalten die Top-Unternehmen ihrer jeweiligen Anlageregion. Die übrigen drei Indizes haben einen sektoriellen Ansatz: Black Chips umfassen global dividendenstarke und niedrig verschuldete Unternehmen, Green Chips repräsentieren die Umweltbranche und Grey Chips besetzen den Markt für Senioren (in Hinsicht auf Gesundheitswesen, Finanzprodukte und Lifestyle). Alle Indizes werden nach dem Total-Return-Konzept berechnet, d.h. Dividendenausschüttungen u.ä. Erträge werden in die Indizes einberechnet. Da die Indizes von den Zertifikaten genau abgebildet werden, fließen derlei Erträge dem Investor zu.

Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, durchlaufen eine vierfache Filterung. Zuerst erfolgt die Definition des Anlageuniversums nach Region bzw. Sektor. Anschließend werden aus dieser Auswahl nur diejenigen Unternehmen betrachtet, die die Mindestanforderungen bezüglich Marktkapitalisierung und Liquidität (d.h. täglicher Börsenumsatz) erfüllen. Drittens werden die jeweils indexspezifischen Aufnahmebedingungen angelegt: Um sich beispielsweise für den US-Chips-Index zu qualifizieren, müssen die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung des jeweiligen Unternehmens innerhalb der letzten vier Jahre um mindestens 15 Prozent pro Jahr gestiegen sein. Beim Black-Chips-Index sind dagegen Verschuldungsgrad und Dividendenrendite ausschlaggebend. Viertens erfolgt eine Überprüfung des KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) sowie der Eigenkapitalrendite. Die übrig gebliebenen Aktien werden nach durchschnittlicher Liquidität sortiert und die Top-20, -25, oder -30 zur Indexbildung herangezogen, wobei Gewichtungsgrenzen für Einzelwerte vorgeschrieben sind.

Die Zusammensetzung aller Indizes wird auf vierteljährlicher Basis überprüft und gegebenenfalls angepasst. Die dafür fällige, jährliche Managementgebühr beträgt ein Prozent, sie wird täglich anteilig dem Indexstand abgeschlagen. Bei Zertifikaten, deren Indexkomponenten nicht in Euro gehandelt werden, nimmt der Investor ein Währungsrisiko in Kauf.

ZertifikateReport-Fazit: Die Chips-Index-Zertifikate bieten die Möglichkeit, transparent, diversifiziert und günstiger als im Direktinvestment auf spezielle Regionen oder Sektoren zu setzen. Die Total-Return-Konzeption der Indizes stellt sicher, dass die Dividenden den Investoren zufließen.

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