Frachtverlagerung auf die Straße ist auf Schiene

13. April 2011, 17:55
2 Postings

Wien - Der Widerstand gegen die Reduktion des Kombiverkehr-Angebots der ÖBB-Gütersparte RCA wächst. Am Mittwoch warnte Niederösterreichs Landesrat Johann Heuras ebenso vor Verlagerung von der Schiene auf die Straße wie die Combinet-Transporteure. Das abgespeckte System mit Warenumschlag in Wels funktioniere gut, die Kapazitäten seien aber begrenzt. RCA begünstige so den Wettbewerbsvorteil des Lkw. Allein in Vorarlberg zeichneten sich 20.000 Jahrestonnen mehr auf Lkw ab. Die ÖBB sieht keine andere Wahl, es gehe "ums Überleben".

Fix ist seit Mittwoch, dass der Bund die Kosten für Österreichs Teil des Brennerbasistunnels de facto allein trägt. Der Aufsichtsrat der ÖBB-Infrastruktur-AG hat die Übernahme der Tiroler 25 Prozent am BBT beschlossen. Bis 2016 sind "für Erkundungs- und Vorbereitungsmaßnahmen" 1,75 Mrd. Euro budgetiert. Bisher war der Sondierstollen auf 430 Mio. Euro, diverse Vorbereitungsmaßnahmen auf 90 und der "Quick-Start" im Jahr 2005 auf 500 Mio. Euro taxiert worden. (APA, ung, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 14.4.2011)

Share if you care.