US-Börsen Google-Ergebnis unter Analystenerwartungen

14. April 2011, 22:36
3 Postings

Google rutscht nachbörslich zeitweise mehr als 4,5 Prozent ab - Bankenwerte schwach

New York - Die New Yorker Aktienbörsen haben am Donnerstag mit kaum veränderten Kursen geschlossen. Der Dow Jones Industrial Index stieg 14,16 Punkte oder 0,12 Prozent auf 12.285,15 Einheiten. Der S&P-500 Index gewann 0,11 Punkte (plus 0,01 Prozent) auf 1.314,52 Zähler. Der Nasdaq Composite Index reduzierte sich hingegen um 1,30 Einheiten oder 0,05 Prozent auf 2.760,22 Zähler.

Vor Börsenstart belasteten schwache Daten vom US-Arbeitsmarkt die Stimmung an der Wall Street. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist in der vergangenen Woche erstmals seit mehreren Wochen wieder über die Marke von 400.000 gestiegen. Die Anzahl der Betroffenen ist um 27.000 auf 412.000 Anträge geklettert. Volkswirte hatten im Vorfeld sogar mit einem Rückgang der Arbeitslosen gerechnet. Die Inflationssorgen wurden indessen etwas eingedämmt. Die Erzeugerpreise sind im März gegenüber dem Vormonat um 0,7 Prozent gestiegen. Analysten hatten eine Teuerung von 1,0 Prozent prognostiziert.

Mit der Schlussglocke präsentierte der Internetriese Google seine Zahlen zum ersten Quartal. Das bereinigte Ergebnis fiel zum Jahresbeginn mit 8,08 Dollar je Titel unter den Erwartungen von 8,12 Dollar je Anteil aus. Der Umsatz lag in den ersten drei Monaten bei 6,54 Mrd. Dollar, und damit höher als die prognostizierten 6,32 Mrd. Dollar. Unmittelbar nach der Zahlenvorlage rutschten die Papiere nachbörslich um mehr als 4,5 Prozent ab. Im regulären Handel schlossen Google-Aktien noch um 0,39 Prozent fester bei 578,51 Dollar.

Schwach tendierte am Donnerstag der US-Bankensektor nach Meldungen über Ermittlungen gegen mehrere Branchengrößen. Informationen des "Wall Street Journal" zufolge verdächtigen US-Ermittler die Bank of America, die Citigroup und die Schweizer UBS der Zinsmanipulation. Die Geldhäuser hätten den Interbankenzinssatz LIBOR künstlich niedrig gehalten, hieß es. An der Wall Street gaben Bank of America 1,06 Prozent auf 13,13 Dollar nach und Citigroup verloren 1,56 Prozent auf 4,43 Dollar.

Aus der zweiten Reihe wartete der Spielzeugkonzern Hasbro mit seinem Zahlenwerk zum ersten Quartal auf. Eine schwache Nachfrage nach Gesellschaftsspielen und Puzzles ließen den Gewinn gegenüber der Vorjahresperiode um fast 71 Prozent auf 17,2 Mio. Dollar zusammenschmelzen. Die Aktien gaben um 3,04 Prozent auf 44,40 Dollar nach. Positiv überraschen konnte hingegen die Supermarktkette Supervalu mit den Zahlen zum Schlussquartal des schiefen Geschäftsjahres. Das bereinigte Ergebnis lag bei 44 Cent je Titel und übertraf damit klar die Erwartungen. Die Anteilsscheine schossen um 16,85 Prozent auf 10,61 Dollar nach oben.

Mit einer breit angelegten Rückholaktion von Pick-Up-Trucks machte der Autobauer Ford negative Schlagzeilen. Das Traditionsunternehmen ruft in den Vereinigten Staaten fast 1,2 Mio. Fahrzeuge wegen Problemen mit dem Airbag-System in die Werkstätten zurück und reagierte damit auf den Druck der Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA. Die Anteilsscheine schlossen um 1,13 Prozent schwächer bei 14,81 Dollar. (APA)

Share if you care.