Fortsetzung folgt

14. April 2011, 13:50
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Deutscher könnte in China ersten Auftakt-Hattrick seit seinem Landsmann 2004 perfekt machen - KERS als Faktor, McLaren auf der Lauer

Shanghai - Vergleiche mit der Dominanz von Michael Schumacher liegen nahe, sollte Titelverteidiger Sebastian Vettel am Wochenende in Shanghai auch den dritten Saisonlauf der Formel-1-WM für sich entscheiden. Ein Hattrick zum Saisonstart war seinem großen Landsmann zuletzt in der Saison 2004 gelungen, als Schumacher bereits im August als Weltmeister feststand. Die 13 Saisonsiege des Deutschen sind immer noch Rekord.

Ob der Überlegenheit seines Red Bull-Renault könnte auch die "Formel Vettel" schnell zur "Formel fad" werden. Vier Rennen in Folge hat der 23-Jährige saisonübergreifend gewonnen, dazu ist er zuletzt dreimal auf Pole Position gestanden. "Er ist sicherlich auch hier auf Sieg angesetzt", meinte Schumacher, der 2006 in Shanghai seinen 91. und bisher letzten GP-Sieg geholt hatte. "Das Kräfteverhältnis kann sich aber noch verändern", warnte Vettel.

Verfolger McLaren brachte nicht nur neue Teile nach China, das Traditionsteam hofft auch auf die höhere Zuverlässigkeit seines KERS. Während das Energierückgewinnungssystem bei Jenson Button und Lewis Hamilton bisher einwandfrei funktioniert hat, machte es vor allem Vettels Teamkollegen Mark Webber in Malaysia das Leben schwer. "Wir sind nicht stolz darauf, dass wir Probleme damit hatten. Die Kritik ist aber angekommen", versicherte Vettel.

Die "Bullen" werden also neuerlich das Team sein, das es zu schlagen gilt. In Shanghai hatte das österreichisch-englische Team vor zwei Jahren durch Vettel seinen ersten Grand-Prix-Sieg eingefahren. Damals war aus Versehen die britische Hymne erklungen, mittlerweile läuft nach der deutschen regelmäßig die österreichische. Seit einem Motorschaden in Südkorea, der ihn im Oktober fast seiner WM-Chance beraubt hätte, hat Vettel jedes Rennen gewonnen.

Seit Ende August, als Hamilton in Belgien triumphiert hatte, heißen GP-Sieger entweder Vettel oder Fernando Alonso. Ferrari steht aber neuerlich vor einem schwierigen Wochenende. Dabei ist das Problem mit dem verstellbaren Heckflügel, der in Malaysia als Bremsklotz für Alonso gewirkt hatte, behoben. "Wir sind nicht schnell genug. Wir müssen versuchen, das Auto so schnell wie möglich zu verbessern", betonte der Doppel-Weltmeister.

Der Spanier ist bisher nicht über die Plätze vier und sechs hinausgekommen, liegt bereits 30 Punkte hinter Vettel auf WM-Rang fünf. Die Überraschung der Saison ist dagegen Alonsos Ex-Team Lotus-Renault, das durch Witali Petrow und Nick Heidfeld bereits zweimal auf das Podest gefahren ist. Red Bulls Motorsportchef Helmut Marko hat die Equipe bereits als "dritte Kraft" hinter den "Bullen" und McLaren bezeichnet. "Es ist schon eine gewisse Genugtuung", gestand der in der Vergangenheit mehrfach abgeschriebene Heidfeld, der den verletzten Robert Kubica ersetzt. (APA/Reuters/AFP)

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