Mars Austria verführte mehr Naschkatzen

13. April 2011, 14:41
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Unternehmen kündigt Preiserhöhungen an

Wien - Mars Austria hat im vergangenen Jahr in Österreich mit Schokoriegeln, Tierfutter und Lebensmitteln wie Reis und Saucen der Marke Uncle Ben's 182 Mio. Euro umgesetzt. Das entsprach einem Plus von 3,5 Prozent. Der Gesamtumsatz blieb mit 394 Mio. Euro (+1 Prozent) auf dem Niveau von 2009, zog Mars-Austria-Geschäftsführer Michael Kunze Bilanz. "Wir sind mit den Zahlen sehr zufrieden. Im Vorfeld waren nicht so positiv gestimmt", sagte Kunze, der in Kürze die Leitung der Konzernschwester Wrigley in Deutschland übernehmen wird. Seine Nachfolge in Österreich stehe zwar schon fest, werde aber erst nächste Woche kommuniziert, hieß es auf Nachfrage.

Starke Nachfrage im Ausland

Mehr als die Hälfte der Erlöse erwirtschaftete der Süßigkeiten- und Heimtiernahrungshersteller, der Fabriken in Breitenbrunn und Bruck/Leitha hat, im Ausland. Der US-Mutterkonzern Mars, Inc. spielte 2010 mit 365 Niederlassungen in 71 Ländern 30 Mrd. Dollar (20,7 Mrd. Euro) ein, um 7 Prozent mehr als im Jahr davor. Aufgrund der gestiegenen Rohstoffpreise habe man dem Handel Preiserhöhungen im Ausmaß von 4 Prozent angekündigt, sagte Kunze. Schokoriegel und Tierfutter könnten für die Konsumenten also bald teurer werden.

Für heuer lautet das Ziel, stärker als der Markt zu wachsen und die Kooperation mit dem Handel zu verstärken. Kunze sieht "Optimierungsbedarf" im Sortiment, in den Regalen und an der Kasse. Das Marktwachstum insgesamt dürfte sich 2011 abschwächen, glaubt er.

Nummer eins in Österreich

Hierzulande ist Mars im Bereich Heimtiernahrung mit Marken wie Whiskas, Sheba, Pedigree oder Kitekat nach eigenen Angaben die Nummer 1 vor Nestlé und Rupp. Das Unternehmen erwirtschaftet 59 Prozent der Umsätze in diesem Geschäftszweig, auch weltweit setzt der Konzern mit Tiernahrung am meisten um. Im vergangenen Jahr wuchs die Sparte in Österreich lediglich um 2 Prozent, Preisaktionen und die Eigenmarken der Händler wirkten sich negativ auf die Umsatzentwicklung vor allem im zweiten Halbjahr aus, berichtete Kunze. In der Fabrik im niederösterreichischen Bruck/Leitha wurden im Vorjahr rund 88.000 Tonnen Tierfutter in Dosen, Schalen und Frischebeuteln produziert, gegenüber dem Jahr 2009 sei das ein Rückgang.

Im zweitwichtigsten Geschäftsfeld Süßwaren (Balisto, Mars, Snickers, Milky Way usw.) zogen die Umsätze um 5 Prozent an. Wachstumtreiber in Österreich sei die Marke Balisto, die seit fünf Jahren jedes Jahr zweistellig zulege. In der Süßwarenfabrik in Breitenbrunn am Neusiedlersee wurden im Vorjahr 9.000 Tonnen produziert. 2010 war Mars hinter Kraft und Ferrero der drittgrößte heimische Schokoladenhersteller.

Drittes und kleinstes Standbein von Mars Austria ist der Bereich "Food" (Uncle Ben's, Dolmio, Ebly), der zwar nur 7 Prozent zum Gesamtumsatz beiträgt, im vergangenen Jahr mit einem Plus von 9 Prozent aber am stärksten gewachsen ist. Seit Oktober 2008 gehört auch der Kaugummihersteller Wrigley zu Mars, Inc. In Österreich wird Wrigley aber als eigenständiges Unternehmen geführt und scheint in den Büchern der Mars Austria nicht auf. International trägt Wrigley bereits 22 Prozent zum Gesamtumsatz bei und ist damit das drittgrößte Produktionssegment nach Tiernahrung (41 Prozent) und Süßigkeiten (31 Prozent).

Wichtigste Märkte für den Mutterkonzern Mars, Inc. sind Nordamerika (35 Prozent) und Westeuropa (31 Prozent). Danach folgen Asien/Pazifik (14 Prozent) und Zentraleuropa (11 Prozent). 2010 beschäftigte das Unternehmen rund 65.000 Mitarbeiter, in Österreich waren es 558. (APA)

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    Mars mit mehr Biss 2010.

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