Vorplanungen für Bodentruppen begonnen

13. April 2011, 14:28
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Um mögliche Hilfsaktionen zu schützen, könne es zu einem "zeitlich befristeten Einsatz von Landstreitkräften" kommen

Brüssel - Die NATO hat nach Angaben eines Generals mit den Vorplanungen für den Einsatz von Bodentruppen in Libyen begonnen. Bodentruppen könnten notwendig werden, um humanitäre Hilfslieferungen in Libyen militärisch abzusichern, sagte der Chef des Stabes im militärischen NATO-Hauptquartier, General Manfred Lange, in einem am Mittwoch gesendeten Interview mit Deutsche Welle TV. „Die Vereinten Nationen haben sich derzeit noch nicht an uns gewandt, auch nicht an die Europäische Union. Aber für den Fall, dass dies kommt, müssen wir dies vorbereiten, und wir werden auch darauf vorbereitet sein.“

In den NATO-Planungen seien „von Anfang an humanitäre Aspekte mit berücksichtigt“ worden, sagte Lange dem Sender weiter. Um mögliche Hilfsaktionen zu schützen, könne es zu einem „zeitlich befristeten Einsatz von Landstreitkräften“ kommen. Die EU-Außenminister hatten am Dienstag in Luxemburg ebenfalls über einen möglichen EU-Militäreinsatz zur Absicherung von humanitärer Hilfe in Libyen beraten. Voraussetzung dafür ist eine Anfrage der Vereinten Nationen, die bisher nicht vorliegt. Die Außenminister der 28 NATO-Länder sowie die weiteren Beteiligten an dem internationalen Libyen-Einsatz kommen am Donnerstag in Berlin zusammen, um über das weitere Vorgehen in dem nordafrikanischen Land zu beraten.

In Doha berät am Mittwoch die internationale Kontakttruppe über das weitere Vorgehen im Libyen-Konflikt. Der Gruppe gehören neben den USA, Frankreich, Großbritannien und Deutschland prowestliche arabische Staaten wie Katar und Jordanien sowie Vertreter von UNO und NATO an. (APA)

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