NASA gab "letzte Ruhestätten" der Space Shuttles bekannt

13. April 2011, 12:42
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"Discovery", "Endeavour", "Atlantis" und der Prototyp "Enterprise" auf vier Museen aufgeteilt

Washington - Auf den Tag genau 30 Jahre nach dem ersten Flug eines amerikanischen Space Shuttle ins Weltall haben die Raumfähren der NASA ihre letzte Ruhestätte auf der Erde gefunden: Die US-Raumfahrtbehörde gab termingerecht zum Jubiläum bekannt, welche Museen die Space Shuttles künftig ausstellen dürfen. Mehr als 20 Einrichtungen in den USA hatten bis zuletzt um die "Discovery", "Endeavour" und "Atlantis" gekämpft, die im Sommer ausrangiert und zu Ausstellungsstücken werden. Auch der Prototyp "Enterprise", der es nie ins All schaffte, war begehrt. 

Die Gewinner

Sieger des Rennens waren am Ende die Hauptstadt Washington sowie die Staaten Florida und Kalifornien. So wird die "Discovery" in einer Zweigstelle des staatlichen Luft- und Raumfahrtmuseums in der Nähe von Washington landen. Der Hauptstadt war bereits vorher ein Shuttle versprochen worden.

Das Kennedy Space Center bei Orlando in Florida, von wo die Raumfähren stets ins All aufbrachen, bekommt die "Atlantis". Und das kalifornische Wissenschaftszentrum darf sich über die "Endeavour" freuen - nicht weit entfernt wurden die Space Shuttle entwickelt und gebaut. Der "Trostpreis", die "Enterprise", kommt nach New York ins See-, Luft- und Raumfahrtmuseum Intrepid.

"Dauerhafte Liebesbeziehung"

"Kümmert Euch gut um unsere Gefährte, sie haben unserer Nation sehr gedient. Wir haben eine tiefe und dauerhafte Liebesbeziehung mit ihnen, die kaum in Worte zu fassen ist", sagte NASA-Chef Charles Bolden während einer emotionsreichen Rede im Kennedy Space Center. Wetteifernde Museen im ganzen Land hatten die Bekanntgabe mit großer Spannung verfolgt. Wie sie die Raumfähren zeigen wollen, und ob Neugierige sie auch betreten dürfen, ist noch unklar.

Leer ging das nationale Luftwaffen-Museum in Dayton (Ohio) aus, das sich ebenfalls große Hoffnungen gemacht hatte. Auch das Flugmuseum in Seattle (Washington) hatte das Nachsehen. Die Einrichtung hatte bereits vorauseilend eine teure Ausstellungshalle gebaut.

Die NASA verlangt zwar keinen Kaufpreis - kostenlos ist die Anschaffung für die Museen jedoch ganz und gar nicht. Umgerechnet gut 20 Millionen Euro berechnet die Behörde für die Aufbereitung und den Transport jeder der drei Raumfähren. Die Lieferung steht für das kommende Jahr an, "Endeavour" und "Atlantis" werden aber erst noch ihren jeweils letzten Weltraumflug absolvieren. (APA/red)

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