Algerien: Polizeiknüppel gegen Studentenproteste

13. April 2011, 11:31
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foto: reuters

Auch in Algerien, das zwischen Tunesien, Libyen und Marokko liegt, gehen Menschen gegen das Regime auf die Straße. Bereitschaftspolizisten knüppelten am Dienstag eine Studentendemonstration nieder, mindestens 50 Verletzte waren die Folge.

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17 Postings

bei 6 mal soviel einwohnern hat algerien ungefaehr gleich viel universitaets studenten als libyen. auch ungefaehr absolut gleich viel oelexporte. bruttosozialprodukt pro kopf ist ziemlich genau die haelfte.
im human development index weit hinter libyen, gleichauf mit tunesien und der tuerkei, an 84. stelle. genauso korrupt wie ganz afrika und der nahe osten nun mal so ist.
brutaler buergerkrieg in den 90er jahren, 160_000 tote, die algerische regierung hat einen islamischen staat verhindern koennen.
seit 2000 steigt der lebensstandard wieder.
aufgrund von 69 mig29 und 30 su-30 luftueberlegenheitsjaegern waere eine flugverbotszone mit problemen verbunden.

Interessante Bilder

Offensichtlich sind nicht alle Polizisten sehr davon begeistert auf unbewaffnete Studenten einzuprügeln. Trotzdem sind manche mit offensichtlichen Eifer bei der Sache (Bild 1).

Algerien ist eine miese (diesmal eine prowestliche) Diktatur.

Ich hoffe, dass die Poster aus dem Libyenforum hierherkommen, damit ich endlich mit ihnen einer Meinung sein kann.

P.S.: Die algerische Polizei ist *nicht* die österreichische, alleine schon deswegen, weil die östrerreichische die Demonstranten nicht auf viele Jahre in Folterkeller verschwinden lassen kann.

Aber ich glaube, um Österreich geht es hier ja nicht.

entweder man akzeptiert, dass ein staat islamisch wird oder man unterdrueckt brutal die muslimbrueder und aehnliches.
tertium non datur.
zumindest nicht in staaten, die 1/5 - 1/10 pro-kopf einkommen haben wie europa.
mittlerweile stellt sich die frage, salopp gesagt, ob das "iranische" entwicklungsmodell nicht eh okay ist, mal sehen was in aegypten so passieren wird.

Und 3x darf man raten, wer die Folterer in Algerien ausgebildet hat.

http://news.bbc.co.uk/2/hi/afri... 561163.stm
waehrend des buergerkriegs 1992 - 2002 hat die usa militaerhilfe an algerien eingestellt, wenn sie das meinen, seit 2002 gibts wieder ein militaerhilfeabkommen.
ausruestung moderner russischer bauart.
heutzutage braucht man nicht viel raten, es gibt google, wikipedia, deswegen gewoehnt man sichs ab, vermutungen anzustellen, man schaut einfach nach.

Algerien: Polizeiknüppel gegen Studentenproteste

Ob in Algerien, Österreich oder sonst wo - die Polizei sind immer nur Staatsmachtvollstrecker ohne Sinn für Recht und Ordnung.

Zwischen Österreich und Algerien gibt es aber schon riesige Unterschiede.

Im Wesen der österreichischen und der algerischen Polizei aber nicht. Gehorsames Werkzeug des Staatsapparates und der von diesem vertretenen Interessen. Freund und Helfer ist sie hier wie dort nicht.

Schöne dicke Knüppel, die österreichische Polizei hätte solche auch gerne......

Die Tonfas unserer Spezialeinheiten

sind viel gefährlicher! Im Polizeijargon "effektiver". Das Problem daran ist, daß sie viel eher als Armverlängerung/Verstärkung fungieren, und man damit auch mit dem kurzen Teil zustechen/boxen kann. Da sind ein paar Zähne viel schneller weg, oder eine Niere flotter eingerissen, als mit langen Holzknüppeln.

Überhaupt finde ich den Bericht hier zwar ok, würde mir aber wünschen, daß bei Ereignissen in Ö. (z.B. das verfassungswidrige Total-Demoverbot beim WKR der letzten beiden Jahre, ebenfalls mit einigen Verletzten), auch so berichtet wird. Ansonsten bleibt nur ein schaaler Popagandabeigeschmack über.

Die WKR Demo wurde völlig zurecht untersagt.
Es hat nichts mit Demonstrationsfreiheit zu tun, wenn friedliche Veranstaltungen überfallen und attackiert werden.
Stell dir vor wir Nationalisten würde das machen, wenn irgendwelche Linke eine Veranstaltung abhalten, deren Intention wir nicht teilen? Wieso ihr immer die Polizei mit Steinen bewerft, ist mir auch nicht klar, bzw. wieso niemand die Steinewerfer vor diesen Gewaltakten abhält.
Dass das Selbstmitleid der Gewalttätigen dann so weit geht, dass Vergleich mit der Diktatur Algerien bemüht werden, ist allerdings sogar für mich überraschend...

Ein offenes Faschoposting also, … einmal muß ich antworten, da seit 2000 einfach zuviele aus ihren braunen Löchern kriechen! Ein weiteres mal werde ich dem Troll nicht antworten, egal wie unwahr und verleumdnend die Folge-Postings werden.

Also:

• Wir sind nicht per Du
• "Wir Nationalisten" ist ein Code in D. für "Nationalsozialisten"
• Ich war noch nie auf Demos gegen den WKR Ball
• Daß sie Demos als Überfall bezeichnen, also ein Recht im Verfassungsrang mit einer Straftat gleichsetzen, zeigt nur daß Sie verfassungsfeindlich sind
• Daß sie eine Demo als Attacke empfinden ist gut. Es zeigt daß Sie Angst vor "uns" haben
• Wo Faschisten stark genug sind, werden auch Veranstaltungen/Lokale angegriffen. Pirna zB
• In Wien fliegen keine Steine
• Schon immer brauchten Nazis Polizei und Militär als Wegbereiter
• Spalten klappt nicht, Steine hin - Steine her ;)
• Weder bin ich gewalttätig, noch selbstmitleidig. Ich erkenne halt die Rolle des Staates - überall.

Die würden Tonfas niemals gegen solche Holzknüppel tauschen. A) können letztere brechen und B) ist der Tonfa vielseitiger einsetzbar, hat mehr Schwung drauf und am Griff so nen schönen Stahlkopf, den man Notfalls auch noch zum Draufdreschen nehmen könnte...

Maria Fekter: "Sie schlagen hart zu, aber sehr effizient."

Polizisten sind feige Dreckschweine.

In vollmontur und bewaffnet auf unbewaffnete Demonstranten losgehen.

Nicht dass ich das nicht verturteilen würde, aber sowas hat man auch hierzulande schon gesehen...

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