Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Mythen-umrankt kann sich ein Mensch auf dem stillen Örtchen alle möglichen Krankheiten "holen".
Foto: www.JenaFoto24.de / www.pixelio.de
Viele ekeln sich davor und versuchen "es" zu vermeiden: Der Gang auf die öffentliche Toilette. Und wenn es doch einmal sein muss, lautet das Gebot so wenig wie möglich zu berühren. Für den Umgang mit alltäglichen Keimen reichen einfache Hygienemaßnahmen vollkommen aus. "Das wirksamste Mittel ist Händewaschen", betont Elisabeth Presterl, Leiterin des Klinischen Instituts für Krankenhaushygiene an der Medizinischen Universität Wien.
"All jene Orte wo sich sichtbarer Schmutz ansammelt wie in Ritzen, Fugen, Rauheiten oder auch an feuchten Orten können sich Bakterien gut festsetzen und vermehren", erklärt die Medizinerin. Glatte, trockene Oberflächen, die leicht zu reinigen sind, seien hingegen bakterienarm. Die Hygiene sollte deshalb an keimanfälligen Orten nicht zu kurz kommen.
Mythos kontaminierte Toilette?
Ein Ort, an dem Viren, Bakterien und Pilze besonders stark vermutet werden, ist die Toilette. Mythen-umrankt kann sich ein Mensch dort alle auf Erden möglichen Krankheiten "holen". Die Klobrille ist aber aufgrund der relativ hohen Putzfrequenz bei weitem nicht jener Ort, an dem sich die meisten Bakterien tummeln. Laut Studien sind PC-Tastatur und -Maus, Telefonhörer, Einkaufswagen und Spülschwamm um ein vielfaches kontaminierter. "Wie relevant die Toilette in punkto Krankheitsübertragung ist, hängt stark mit ihrer Verunreinigung - also Urin- und Stuhlresten - zusammen", erklärt Presterl. "Es erscheint mir auch durchaus machbar, einen - hoffentlich sauberen - Klobesen zu benutzen, um die Toilette so zu hinterlassen, wie man sie vorfinden möchte. Und anschließend: Hände waschen!"
Schmierinfektionen
Findet eine Übertragung von Erregern statt, etwa von Fäkalkeimen, geschieht dies mittels Kontakt- bzw. Schmierinfektion. Dabei muss nicht unbedingt der direkte Kontakt zu infizierten Menschen gegeben sein, es reicht das Berühren von mit Krankheitserregern kontaminierten Gegenständen - wie WC-Spülungen oder Türschnallen. Über die Hände kommen Durchfallerreger als sogenannte Schmierinfektion in Mund und Nase, und schließlich in den Magen-Darm-Trakt. Ganz selten können die Keime über eine kleine Wunde in der Haut eindringen. Ein Beispiel: „Rein hypothetisch wäre es möglich, dass eine Person, die zu Harnwegsinfektionen neigt, durch die Benützung einer verunreinigten Toilette Bakterien erwirbt - allen voran E.coli - die zu einer Infektion führen", so Presterl. Panik ist allerdings übertrieben, denn die Wahrscheinlichkeit für eine Übertragung ist in Whirlpool oder Dampfbad um ein vielfaches höher.
Dennoch: Ist die Möglichkeit Papiersitze zu benutzen in öffentlichen Toiletten gegeben, sei dies sinnvoll. Diese mechanische Schutzbarriere verhindert den Kontakt mit eventuell verunreinigten Klobrillen. Sichtbare Verunreinigungen sollten gleich durch den Verursacher selbst entfernt werden - ein Händewaschen nach dem Toilettenbesuch ohnehin als Selbstverständlichkeit betrachtet werden, um sich und andere Personen vor Krankheitserregern zu schützen. Damit ist aber nicht gemeint, die Fingerspitzen für zwei Sekunden unter den Wasserhahn zu halten, sondern ein gründliches Händewaschen mit schäumender Seife. "Zum Abtrocken sind Einweg-Handtücher oder solche, die den Teil einer frischen Stoffbahn anbieten wesentlich hygienischer als hängende Stoffhandtücher", betont die Hygienikerin. Auch zu Hause sollten diese regelmäßig gewechselt werden - ebenso der Spülschwamm und die Zahnbürste. "Zahnbürsten soll man nach Gebrauch ordentlich spülen und gut trocknen lassen. Dadurch kann man schon viele Keime beseitigen. Gegebenenfalls - etwa nach Krankheiten im Mundraum - häufiger wechseln", so die Medizinerin. Eine Keimfreiheit wird auf diese Weise zwar auch nicht erreicht werden, einem gesunden Menschen können die Bakterien auf der Zahnbürste grundsätzlich aber nichts anhaben.
Keine Desinfektion im Haushalt
Im Laufe eines Tages kommen die Hände mit vielen Dingen in Berührung: Computertastaturen, Lichtschalter, Türklinken oder Haltestangen in öffentlichen Verkehrsmitteln. "Keime die man mit nach Hause nimmt, überleben nicht ewig, ein Händewaschen ist daher vor allem auch zu Hause wichtig", rät die Medizinerin.
Jegliche Keime als eine Art Bedrohung zu betrachten ist aber die falsche Einstellung. Die meisten Bakterien nützen dem menschlichen Organismus und schützen ihn vor krankheitserregenden Keimen. Von der Verwendung desinfizierender Mittel im Haushalt raten Experten deshalb ab. Die mit antibakteriell, desinfizierend, hygienisch und bakterizid bezeichneten Mittel töten alle Bakterien im Haushalt ab, egal ob nützlich oder schädlich. Normale Reinigungsmittel genügen daher völlig - auch wenn diverse Werbungen anderes propagieren. (urs, derStandard.at, 13.04.2011)
Mit geschwollenen Beinen einschlafen, mit einer Schwellung am Arm aufwachen - Die Diagnose kann Thrombose oder Lymphödem lauten
Damit Arzneimittel so wirken, wie sie sollen, müssen einige Regeln beachtet werden
In Österreich leben Männer im Mittel rund sechs Jahre kürzer als Frauen. Hat das biologische Gründe oder ist das primär auf soziale Faktoren zurückzuführen?
Als Diätmittel sind die alkoholischen Getränke nicht geeignet - Die appetitanregende Wirkung von Bier und Wein ist physiologisch nicht erforscht
Die Blut-Hirn-Schranke wehrt sich erfolgreich gegen Medikamente - Forscher arbeiten daran, die natürliche Barriere zu umschiffen
Die wahrgenommene Kompetenz eines Arztes ist von der Kleidung unabhängig
Immer gerade sitzen ist schlecht für die Bandscheiben, weiß Ingrid Heiller von der Orthopädie in Speising
Sozialer Jetlag entsteht aus dem dauerhaften Widerstreit zwischen innerer Uhr und äußerer Zeitplanung - Geschätzte 80 Prozent der Bevölkerung leiden darunter
Das Wirtschaftsministerium sagt Nein - Kinder- und Jugendanwalt Anton Schmid ist gegenteiliger Ansicht
Von den weltweit etwa 270 Zimtarten sind in Europa nur zwei botanische Arten relevant - Sie unterscheiden sich in Geschmack und Cumaringehalt
45 Gramm gemahlene Muskatnuss kommen bei den "Nervenkeksen" der Hildegard von Bingen auf ein Kilogramm Mehl - Droht eine Muskatvergiftung?
Wir sollten aufs Klo gehen, sobald sich die Blase meldet. Wer den Harn zurückhält, riskiert eine Überdehnung der Blasenwand und damit ein Lazy-Bladder-Syndrom
Andrea Bocelli, Ray Charles, Stevie Wonder: Viele blinde Menschen sind zu außergewöhnlichen musikalischen Leistungen fähig - aber hören Blinde tatsächlich besser?
Kann man mit der richtigen Ernährung eine Krebserkrankung therapieren? "Dafür gibt es keinen wissenschaftlichen Beweis", sagt Johann Hammer, Leiter der Ernährungsmedizin am AKH Wien.
Die meisten Menschen haben das Gefühl, dass mit zunehmendem Alter die Zeit immer schneller vergeht. Warum ist das so?
Pestizide, Schimmelpilze und Terpene haben den Christbaum in Verruf gebracht - Nur beim Verzehr mehrerer Kilogramm Nadeln wird er zur Gesundheitsgefahr
Vitamin C kann, entgegen dem weit verbreiteten Glauben, Erkältungskrankheiten nicht verhindern, weiß der Ernährungswissenschaftler Karl-Heinz Wagner
Eine Fettschicht hält uns im kalten Wasser länger warm - Ob das auch auf winterliche Außentemperaturen zutrifft, weiß Cem Ekmekcioglu vom Institut für Umwelthygiene
Warum diese Botschaft umstritten ist und wie sehr Reiztherapie und immunstimulierende Mittel helfen
Was in einen Punsch hineinkommt, bleibt in Österreich den Herstellern überlassen - Wahrheitsgehalt und Hygiene werden regelmäßig überprüft
Jugendliche klagen über Müdigkeit und Schlafstörungen - Hilft ein späterer Schulbeginn?
Befürworter propagieren die immunstärkende Spritze als schonende Impf-Alternative - Wirkungsstudien gibt es keine
Einen Flug Richtung Westen verkraften der menschliche Organismus und seine innere Uhr relativ gut
"Im Herbst verliert man viel mehr Haare. Auch meine 16-jährige Katze haart sich schon seit Tagen", heißt es in einem Forum - Brauchen wir Menschen ein Winterfell?, fragen wir die Dermatologin Daisy Kopera
Männliche Mamillen besitzen keine biologische Funktion - Ein Selektionsnachteil ist das für die Träger aber nicht
Gründliches Händewaschen hilft nicht viel wenn man beim Verlassen des Toilettenraums wieder die Türschnalle angreift.
Entweder man drückt sie mit dem Ellenbogen runter oder wenn die Tür ziehend zu öffnen ist legt man einen Klopapierfetzen(nicht benutzt! *fg*) auf die Schnalle drauf.
Ich hasse Häusln wo es im Vorraum kein Papier fürs Händeabtrocknen gibt sondern nur diese Heißluftgebläse.
Besonders praktisch finde ich das Zurück-spritzen der neuen geruchsarmen Klos, also die ohne Steg, dafür mit abgestandenem Wasser, das einem beim Wurzenfallen in das Rektum direkt wieder hineinspritzt.
Ein immer wieder frischer Bakterieneinlauf sozusagen. Man will ja schließlich dazugehören.
Ist eigentlihc schon mal jemand an einem Besuch einer öffentlichen Toilette gestorben? Wenn ich mir die Kommentare hier durchlese frage ich mich in was für einer Welt wir eigentlich leben!
Schon mal darüber nachgedacht, dass sich die Menschheit mit ihrem Desinfektionswahn vielleicht nichts gutes tut?
Bakterien hats immer schon gegeben... und wenn der Mensch wirklich so Anfällig wär, dann wär er schon längst ausgestorben!!!
Ich finde öffentliche Toiletten z.T. auch eklig... aber deshalb sind sie nicht sofort gesundheitsgefährdend.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.