Tepco bereitet Entschädigungszahlungen vor

13. April 2011, 09:59
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Analysten schätzen Ansprüche auf 90 Milliarden Euro

Tokio - Der Betreiber des japanischen Unglücks-AKW Fukushima, Tepco, arbeitet einen Plan für die Zahlung von Schadenersatz an die Betroffenen der Atomkatastrophe aus. Anrainer des havarierten Atomkraftwerks könnten möglicherweise bereits im Voraus entschädigt werden, teilte Tokyo Electric Power am Mittwoch mit. Eine konkrete Entscheidung zu den geplanten Auszahlungen sei aber noch nicht gefallen, sagte Tepco-Chef Masataka Shimizu.

Einem Zeitungsbericht zufolge könnten die Belastungen für den größten Versorger Japans auf 24 bis 45 Milliarden Dollar (16,6 bis 31,1 Mrd. Euro) begrenzt und die Kosten auch auf andere Energiekonzerne abgewälzt werden. Analysten schätzen die Schadenersatzansprüche auf über 130 Milliarden Dollar (89,8 Mrd. Euro).

Um Japans größten Versorger Tepco vor dem Ruin zu retten, könnte die Regierung auch andere heimische Energieunternehmen heranziehen, um die Ausgleichszahlungen zu stemmen, berichtete die Zeitung Yomiuri und bezieht sich auf einen Entwurf für den Entschädigungsplan. Das Programm solle die Investoren beruhigen.

Tepco ist der größte Emittent von Unternehmensanleihen in Japan und viele Banken halten Aktien des Konzerns. Tepco-Papiere schlossen daraufhin über elf Prozent im Plus. Andere Versorger wie etwa Kansai Electric gaben dagegen nach. (APA)

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