Trotz Festnahme Gbagbos erneut chaotische Zustände in der Wirtschaftsmetropole
Abidjan - Einen Tag nach der Festnahme des langjährigen ivorischen
Machthabers Laurent Gbagbo haben sich am Dienstag in der Wirtschaftsmetropole
Abidjan erneut chaotische Szenen abgespielt. Augenzeugen berichteten von
Schusswechseln und Plünderungen. Der neue Präsident des westafrikanischen
Staates Cote d'Ivoire (Elfenbeinküste), Alassane Ouattara, versprach seinen
Landsleuten nach den monatelangen Kämpfen indes Versöhnung und Sicherheit.
"Es gab Schusswechsel mit schweren Waffen", sagte ein Bewohner des Stadtteils
Plateau, in dem sich der Präsidentenpalast befindet, der Nachrichtenagentur AFP.
Zeugen berichteten von Schießereien im Viertel Cocody, das gleichfalls bsiher
von Gbagbo-Anhängern kontrolliert wurde. Anrainer berichteten zudem unter Schock
von schwer bewaffneten Männern, die in ihre Häuser eingedrungen seien und Geld
und Wertgegenstände gestohlen hätten. Die Ordnungskräfte Ouattaras räumten ein,
mit der Situation überfordert zu sein. (APA)