Dreimal Augsburger süß!

12. April 2011, 17:03
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Schluss mit Kindergeburtstag: Die Augsburger Band Anajo ist mit ihrem dritten Studioalbum auf Tour

Keine Kunst und Kultur ohne kulinarischen Knüller - Bertolt Brecht und Roy Black stammen ebenso aus Augsburg wie eine spezielle Weißwurst mit süßem Senf. Ein bedeutend jüngerer schwäbischer Kulturexport ist die Indiepopcombo Anajo, die vor mehr als zehn Jahren von Oliver Gottwald, Michael Schmidt und Ingolf Nössner gegründet wurde. Zum Namen Anajo verhalf dem Trio (Gitarre, Bass, Schlagzeug, neuerdings Klavier) ein hiniger Fernseher, der bei der Titeleinblendung des Bud-Spencer-Gnackwatschenheulers "Banana Joe" nicht alle Buchstaben anzeigte. 2004 erschien das Debütalbum "Nah bei mir" mit den Hits "Honigmelone" und "Monika Tanzband". In den folgenden Jahren spielte das Trio nahezu auf jedem Kindergeburtstag, etwa bei Stefan Raabs Bundes-Vision-Song-Contest, auf den der Titel des zweiten Albums "Hallo, wer kennt hier eigentlich wen?" gemünzt sein könnte.

Seit Februar steht jetzt die "Drei" in der Band-Diskografie, das dritte Studioalbum mit Dreiminutensongs in klassischer Instrumentierung, also unter Verzicht auf die elektronischen Einsprengsel der Vorgängerplatte. Weniger Hektik, mehr Ruhe, zu der die Klavierbegleitung beiträgt. Ein melodischer, manchmal allzu gefällig-glatter Deutschpop. (dog/DER STANDARD, Printausgabe, 13. 4. 2011)


  • 14. 4.: Salzburg, Rockhouse
  • 15. 4.: Klagenfurt, Stereoclub
  • 16. 4.: Steyr, Röda
  • Artikelbild
    foto: anajo
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