Europa simuliert Vulkanausbruch

12. April 2011, 16:27
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Europa simuliert ein Jahr nach Flugchaos neuen Vulkanausbruch - Neue Krisenmechanismen sollen getestet werden

Brüssel - Ein Jahr nach dem Chaos im Luftverkehr durch die Vulkanasche aus Island simuliert Europa einen weiteren Vulkanausbrauch, um neue Krisenmechanismen zu testen. Am Mittwoch und Donnerstag wird eine Eruption des isländischen Vulkans Grimsvötn simuliert, teilte die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel mit. Getestet werden soll, wie sich die inzwischen ins Leben gerufenen Mechanismen zur Krisenreaktion für den Flugverkehr bewähren.

Das Szenario sieht vor, dass sich die Aschewolke des Grimsvötn über dem Nordatlantik und Europa verteilt, erklärte Brüssel. Darauf sollen die Verantwortlichen zunächst anhand ihrer nationalen Vorschriften reagieren. Am zweiten Tag werde ein "neuer harmonisierter europäischer Ansatz" ausprobiert.

An der Simulation der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation ICAO nehmen demnach neben der Kommission die europäische Luftaufsicht Eurocontrol, die Europäische Flugsicherheitsagentur EASA und das Londoner Vulkanasche-Beratungszentrum (VAAC) teil, außerdem zehn nationale Regulierer, 14 nationale Navigationsdienste sowie 70 Fluggesellschaften.

Ausbrüche des isländischen Vulkans Eyjafjöll hatten ab Mitte April 2010 zu massiven Behinderungen im Luftverkehr geführt. Wegen mutmaßlicher Gefahren der Asche für die Triebwerke der Flugzeuge wurde fast der gesamte europäische Luftraum tagelang gesperrt. Dabei waren die Kriterien für die Flugverbote umstritten. Kritik gab es auch an mangelhafter europäischer Koordination.

Zu den in der Zwischenzeit getroffenen Vorkehrungen gehören vor allem neue Mechanismen zur besseren Kommunikation und Koordination. So soll den Fluggesellschaften laut EU-Kommission bei der nächsten Krise etwa ein Computerinstrument zur Verfügung stehen, anhand dessen sie die Sperrung der verschiedenen Lufträume in Echtzeit visuell verfolgen können. Auch neue Radarsysteme seien in Island installiert worden.

Weiter nicht in Sicht sind europäische verbindliche Grenzwerte für Vulkanasche. Kurzfristig werde es keine solchen Werte geben, bekräftigte die Kommission am Dienstag. Der Grund sei, dass denkbare Krisen und die Eigenschaften der Vulkanasche für einen einheitlichen Ansatz zu verschieden seien. Dennoch soll der Ansatz weiter verfolgt werden. (APA)

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    Was passiert, wenn es wieder passiert? Die EU will einen neuerlichen Vulkanausbruch simulieren.

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