Erdungskabel auf der Südbahn gestohlen

12. April 2011, 14:17
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Auf einer Strecke von rund sieben Kilometern sind die Kabel verschwunden

Wegen gestohlener Erdungskabel ist es am Dienstag zu erheblichen Problemen auf der Südbahn gekommen. Der ÖBB-Zugverkehr nördlich von Graz zwischen Pernegg und Mixnitz musste teilweise eingestellt werden, auch die Strecke Spielfeld-Leibnitz war betroffen. Unbekannte hätten in der Nacht Kupferkabel, das von den Oberleitungen als eine Art Blitzableiter in den Boden verlegt waren, gestohlen.

Gegen 9.00 Uhr war einem Wartungsarbeiter aufgefallen, dass an einer Stelle zwischen Graz und Bruck das Erdungskabel fehlte. Als die gesamte Gleisanlage kontrolliert wurde, stellten die Bahnmitarbeiter fest, dass auf einer Strecke von rund sieben Kilometern entlang beider Seiten die Kabel verschwunden sind. Insgesamt handle es sich nördlich von Graz um rund 850 Kilogramm Kabel - 350 Erdungen zu je fünf Metern Länge -, die abgezwickt und vermutlich mit einem Transporter über den neben verlaufenden Radweg weggeschafft wurden. Wegen des Schadensausmaßes musste der elektrische Zugverkehr aus Sicherheitsgründen eingestellt werden.

Neue Kabel montiert

Knapp 50 ÖBB-Mitarbeiter seien mit der Reparatur beschäftigt und montieren neue Kabel, so ÖBB-Sprecher Walter Mocnik. Bis etwa 13.00 Uhr musste der Fernverkehr mit Dieselloks geführt werden, für den Nahverkehr wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Gegen Mittag wurde schließlich bekannt, dass auch in der Südsteiermark Erdungskabel verschwunden sind. Wie viele es dort genau sind, konnte Mocnik vorerst nicht sagen. Ab 13.00 Uhr sollte auch auf der Strecke Spielfeld-Leibnitz ein Schienenersatzverkehr anlaufen. Probleme könnte es geben, wenn die im Norden eingesetzten Ressourcen nicht rechtzeitig für die südliche Schadensstelle frei würden, hieß es. (APA)

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