Über 400 Flüchtlinge auf Malta und Sizilien gelandet

12. April 2011, 14:12
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Situation auf Lampedusa entschärft

Die Flüchtlingswelle aus Nordafrika setzt weiterhin Italien und Malta unter Druck. Ein Boot mit 250 Migranten an Bord erreichte am Dienstag Sizilien. Das wegen eines Motorschadens in Seenot geratene Fischerboot wurde von der italienischen Küstenwache bis in den Hafen der sizilianischen Stadt Licata eskortiert. Die Migranten wurden in ein Auffanglager untergebracht. Ein aus Libyen abgefahrenes Boot mit 116 Flüchtlingen an Bord war am Dienstag auf Malta eingetroffen, nachdem es von der maltesischen Küstenwache in Sicherheit gebracht wurde.

Inzwischen entschärft sich die Situation auf der Insel Lampedusa, in der am Montag Migrantenrevolten ausgebrochen waren. 800 Tunesier verließen die Insel an Bord eines Schiffes, das die sizilianische Stadt Catania erreichen soll. Weitere 100 Personen sollen mit zwei Flügen direkt nach Tunesien abgeschoben werden. Am Montagvormittag hatte ein aus Libyen abgefahrenes Boot mit 251 afrikanischen Flüchtlingen an Bord die Insel erreicht.

Italiens Innenminister Roberto Maroni reagierte am Dienstag verärgert auf die ablehnende Haltung der EU-Innenminister gegenüber der italienischen Visa-Politik. "Das Gipfeltreffen der EU-Innenminister am Montag hat mich sehr enttäuscht. Ich hoffe, dass der Besuch von EU-Kommissionspräsident (Jose Manuel) Durao Barroso in Tunis bewirkt, dass Italien Hilfe bei der Bekämpfung der illegalen Migration erhält", betonte Maroni. (APA)

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