Burger King verschenkt 50.000 Whopper um seine Fangemeinde in Deutschland zu vergrößern
Die Fast Food Kette will den Besuchern ihrer deutschen Facebook Seite ein „ganz besonderes Geschmackserlebnis" bereiten und verschenkt in einer zweimonatigen Testphase 50.000 Burger an ihre Facebook-Fans. Mit der Social Network Aktion will der Konzern seine Fangemeinde vergrößern und die Markenbekanntheit auf Facebook steigern. Für österreichische Filialen gilt die Aktion nicht.
Deutsche Community
Die „50.000 Whopper für 50.000 Fans" - Aktion ist laut Burger King Senior Marketing Manager Dirk Hildenbrand der erste Auftakt zu einer langfristigen Social Media Strategie und gilt vorrangig für die deutsche Fanpage. Während die US-Seite bereits über eine Million Fans zählt, weist die Facebook-Seite von Burger King Deutschland knapp über 13.000 Fans auf.
McDonalds setzt auf Fan-Beteiligung
Konkurrent McDonald's verbreitet auf Facebook ebenfalls Werbebotschaften und informiert mit Videos und Fotos über neue Produkte. Im Rahmen der User-Aktion „Mein Burger" werden Fans aufgerufen, ihren eigenen persönlichen Burger zu kreieren. Das Siegerprodukt soll anschließend im Sortiment der deutschen Filialen erhältlich sein. Im Gegensatz zu Burger King, der mit seiner Strategie auf Wachstum der Fangemeinde setzt, möchte McDonalds stärkere Beteiligung der Fans erreichen.
Ottos Model-Contest
Social Media Aktionen wie diese können allerdings auch nach hinten losgehen, wie am Beispiel von Versandhandel Otto zu sehen war. Das Unternehmen rief zu einem Model-Contest auf, den dank reger User-Abstimmung keine Frau, sondern ein Mann gewann. Mit blonder Perücke, rotem Lippen und Kleid entschied ein 22-jähriger Student den Wettbewerb für sich. Viele Stammkunden waren entrüstet, dass „Otto zum Transenkatalog mutiert", so eine Beschwerde einer Userin. Das Social Media Team von Otto reagierte souverän, nahm das Ergebnis mit Humor und freute sich über die enorme Resonanz der Teilnehmer.
Flop-Aktion?
Im Fall der 50.000 Whopper-Gutscheine kassiert Burger King bereits die ersten Minuspunkte. Auf der Fanpage treffen kontinuierlich Kommentare von verärgerten Usern ein, bei vielen funktioniere der Gutschein-Ausdruck nicht. Auch führte die Aktion für einige Zeit zu einer Server-Auslastung.
Burger King reagiert auf Facebook
Die technischen Probleme sollten nun behoben sein! Jene Fans, die wegen dem Absturz des Flash-Plugins nicht drucken konnten, können es nun noch einmal versuchen. Bitte achtet auf die Hinweise bezüglich des Druckers. Die Aktion ist so angelegt, dass sie möglichst fair für ALLE Fans abläuft. Wir hoffen, dass ihr hierfür Verständnis habt. (ez, derStandard.at, 12.04.2011)
Der WebStandard auf Facebook