Für US-Taferlklassler heißt das Buch iPad

12. April 2011, 12:29
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"Essenzielles Werkzeug" zum Lesen lernen

Rund 285 Taferlklassler im Schulbezirk Auburn im US-Bundesstaat Maine werden in diesem Herbst mit Apples iPad 2 ausgestattet. Die Schulpflicht beginnt für die als "Kindergardners" bezeichneten Schuleinsteiger bereits mit fünf Jahren. "Es ist ein essenzielles Werkzeug und dank Interaktivität und unbegrenzter Inhalte sogar wichtiger als ein Buch", begründete Superintendent Tom Morrilll auf CNN das rund 200.000 Dollar teure Projekt.

Alphabetisierungsrate

Auf die Idee kamen Lehrer, als sie beobachteten, dass Kinder mit Leseschwierigkeiten von Lernprogrammen am iPad profitierten. Innerhalb von zwei Jahren soll mithilfe neuer Methoden die Alphabetisierungsrate der Altersstufe von 62 auf 90 Prozent gehoben werden. Auburn hat rund 25.000 Einwohner und sechs Grundschulen. Nach einer Einschulungsphase können die Kinder ihre Geräte auch mit nach Hause nehmen; eine Versicherung ist in den Kosten enthalten. In Anbetracht von Budgetkürzungen wird die Investition jedoch auch kritisiert.

Den Vormarsch des iPads bei Kindern signalisiert noch eine andere Nachricht: Künftig werden "ToysRUs"-Spielzeugmärkte iPads verkaufen - wohl eher wegen der zahlreichen iPad-Spiele als der Kulturtechniken. (spu, DER STANDARD Printausgabe, 12. April 2011)

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