100. Geburtstag ohne Jubilar

11. April 2011, 19:18
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Freunde, Fans und Journalisten warteten vergebens auf Leopold Hawelka

"Jeden Moment muss er um die Ecke biegen" , hieß es Montagvormittag im Café Hawelka in der Wiener Innenstadt. Draußen in der Dorotheergasse warteten Freunde, Fans und Journalisten auf das Geburtstagskind - drinnen im Lokal sangen die Roth-Zwillinge "Für mich soll's rote Rosen regnen" und eine Philharmoniker-Abordnung spielte Walzer.

Doch Leopold Hawelka, der normalerweise jeden Vormittag noch zwei, drei Stunden in seinem Lokal verbringt, das mittlerweile von seinen Enkeln Amir (Foto li.) und Michael (re.) geführt wird, war ausgerechnet an seinem 100. Geburtstag indisponiert. "Der Kreislauf macht ihm zu schaffen" , sagte sein Sohn Günter (Mi.).

Dabei wären sogar eine goldene Sänfte samt Trägern in roter Livree und Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny samt Goldenem Rathausmann für den legendären Cafétier bereit gestanden. "Mir selbst war das Hawelka seit frühester Kindheit eine Heimat - wenn es galt, beim Schule schwänzen mit Freunden einen sicheren Ort aufzusuchen" , sagte Mailath-Pokorny. Die Auszeichnung der Stadt nahm dann stellvertretend Enkel Amir entgegen. (fern, DER STANDARD-Printausgabe, 12.4.2011)

  • Leopold Hawelka machte der Kreislauf an seinem Geburtstag zu schaffen.
    foto: standard/fischer

    Leopold Hawelka machte der Kreislauf an seinem Geburtstag zu schaffen.

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