Datenschutz

Jede Menge illegaler Überwachungskameras

11. April 2011 18:43
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    Foto: apa/herbert pfarrhofer

    Beinahe jedes öffentliche Gebäude wird videoüberwacht. Die vom Gesetz geforderte Ausschilderung fehlt aber oft.

Land Salzburg ignoriert Kennzeichnungspflicht und Datenschutzgesetz

Salzburg - Der im Datenschutzgesetz in Paragraf 50, Absatz d formulierte Auftrag ist eindeutig: "Der Auftraggeber einer Videoüberwachung hat diese geeignet zu kennzeichnen."

Das Gesetz erklärt sogar die Intention der Kennzeichnungspflicht: Dadurch solle "jeder potenziell Betroffene, der sich einem überwachten Objekt oder einer überwachten Person nähert, tunlichst" die Möglichkeit haben, "der Videoüberwachung auszuweichen". So weit die gesetzliche Norm, die übrigens für Private wie für öffentliche Stellen gleichermaßen gilt.

Die Realität sehe freilich anders aus, resümiert Bernhard Carl, Gemeinderat der Bürgerliste in der Stadt Salzburg, einen Stadtspaziergang zu den öffentlichen Gebäuden in der Landeshauptstadt. So weise beispielsweise nicht einmal das Land Salzburg auf die an den Amtsgebäuden installierten Kameras hin.

Zwischen zehn und dreißig Kameras

Im Büro des für die Landesliegenschaften ressortzuständigen Landeshauptfraustellvertreters David Brenner (SPÖ) bestreitet man "das offensichtliche Versäumnis" nicht. Derzeit erhebe der für Sicherheitsfragen zuständige Beamte, welche der Kameras per Anschlag bekanntgemacht werden müssten.

Wie viele der Videospäher das Land an seinen Gebäuden montiert habe, konnte man im Büro Brenner auf Anfrage des Standard am Montag nicht genau sagen. Irgendwo zwischen zehn und dreißig, schätzt ein Sprecher Brenners. Auch vor wem oder wovor die elektronischen Augen die Landesgebäude schützen, weiß niemand so genau. Vermutlich aber sei zumindest der Chiemseehof (Sitz der Landesregierung; Anm.) ein theoretisch gefährdetes Objekt. Bis vor einigen Jahren sei das Gebäude ja noch von einem Polizeiposten gesichert gewesen. (Thomas Neuhold, DER STANDARD-Printausgabe, 12.4.2011)

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Systemerhalter
12.04.2011 15:51

vielleicht ein wenig off-topic, aber hat man nicht diesen einen wahnsinnigen schützen, der einen jugendlichen am heimweg von einem discobesuch erschossen hat, aufgrund eines videos aus einer überwachungskamera gefunden???

Monopoly mit Hut
13.04.2011 09:15

Auch off-topic, aber hat sich die Anzahl der Banküberfälle seit der Einführung von Überwachungskameras in Banken irgendwie reduziert?

rollie63
12.04.2011 15:09

soviel zum datenschutz, der uns immer vorgegaukelt wird. bei der einführung der e-card wurde versichert, dass keine daten über krankheiten etc. gespeichert werden. jetzt laufen die ersten pilotprojekte fürs sammeln von krankendaten und medikamentengebrauch via e-card.

fischer heimo
12.04.2011 15:33
Diese Daten sind seit jeher verfügbar ...

... da die Krankenkassen ja immer wissen wem was verschrieben wurde.
Der einzige Unterschied ist der "Aufbewahrungsort" der Daten (in einem Fall ein zentraler Rechner in der KK, im Andren dezentral auf der Karte) und die damit verbundene Daten(un)sicherheit.
Im Falle eines Unfalles könnten diese Daten - wenn sie vor Ort verfügbar sind - jedoch sehr nützlich sein (Medikamentenunverträglichkeit, Allergien, etc.)

rollie63
12.04.2011 15:53

der rechner der kk hat zwar daten gespeichert, jedoch nur zugänglich für mitarbeiter von kk. via e-card hat jeder apotheker, arzt einsicht. ich will aber nicht, dass jeder beliebige ohne meine erlaubniss in meine krankendaten einsicht hat (sensible daten). wenn soviele leute einblick auf die daten haben, ist es sicher ein leichtes, jemanden zu finden der gegen taschengeld
daten weitergibt - zb. an arbeitsgeber. hat man ja gesehen bei gerichten, die detekteien die kreditwürdigkeit etlicher personen weitergegeben haben.

Thomas Höbelt
 
12.04.2011 14:26
Gab es eigentlich eine Strafanzeige gegen Niedermeyer

die haben doch seinerzeit den Saliera-Dieb nur deshalb geschnappt, weil der Niedermeyer ein Überwachungsvideo hatte, welches es lt Gesetz längst hätte löschen müssen.

dreyfusard
12.04.2011 13:45

abmontieren.

C J
 
12.04.2011 13:34
Paracelsusbad

im Paracelsusbad sind im Umkleidebereich in JEDEM gang Kameras. Die sind natürlich auch nicht ausgeschildert. Das ist eine Frechheit.

ü-strichal
12.04.2011 12:44

tja, das ist die art und weise das dumme stimmvolk schön langsam auf indect vorzubereiten ...

Paolo64
12.04.2011 11:48
es gibt wichtigeres für Frau Bandion-Ortner

http://derstandard.at/130251591... forumstart

GevatterTod
12.04.2011 11:29
und aus dem Lande der unbegrenzten Unfälle

http://www.nytimes.com/2011/04/1... wanted=all

Wennso Weitergeht...
12.04.2011 10:55
Na,

wegen der Terroristen! Eh klar!

Veronika Lenz
12.04.2011 10:52

George Orwells Überwachungsstaat ist längst Realität

Systemerhalter
12.04.2011 15:53
dem kann man entgehen.

telefonieren sie nicht mit einem handy. nutzen sie nicht das internet. bewegen sie sich nicht außer haus. gehen sie nicht zum arzt. nutzen sie keine kreditkarte/bankomatkarte.....einfacher gehts ja wohl nicht.

dreyfusard
12.04.2011 13:47

dann wirds zeit sich als - noch - mündiger mensch dagegen zu wehren.

fanta
12.04.2011 10:43

Mich würde mal interessieren, wieviele der Poster, die in jeder Überwachungskamera einen Anschlag auf die persönliche Freiheit sehen, gleichzeitig Ihr Privatleben FREIWILLIG über facebook online stellen....schon lustig!

derschonwieder
12.04.2011 15:33
Wenn Facebook zu mir nachhause kommt und mich filmt mach ich die Tür nicht auf.

Es gibt also, zu ihrer großen Überraschung, einen Unterschied.

linkslinker gutmensch
12.04.2011 11:21

Eigentlich wollte ich jetzt 800 Zeichen lang schreiben wo der Unterschied zwischen eigener Dummheit und Missbrauch des Überwachungssystems ist.

Aber alles a Scha*a*s. In Wirklichkeit kann die Frage ja nur sein ob der Staat das Recht hat jeden seiner Untergebenen auszufroschen oder ob wir freie Bürger sind und der Staat uns zur "Verfügung" steht (mit allen notwendigen Pflichten für seine Bürger)

Und betreffend Gewinn durch die analfixierten Träumerein der Überwachungsaushecker gibt es genügend Fachliteratur.

TheNepomuk
12.04.2011 10:58

Der Unterschied ist, bei facebook kann ich selbst kontrollieren, ob ich das will oder nicht. Bei den Überwachungskameras der Bank bei mir um die Ecke muss ich vorbei. Die Alternative wäre zuhause zu bleiben...

#joshi#
12.04.2011 10:54

bei facebook kann man immer noch selbst entscheiden was ich freigebe und für wen ich das ganze freigebe.

bei einer überwachungskamera kann ich gar nichts selbst entscheiden.

Noxventa
12.04.2011 10:51

Man kann aber auch ganz FREIWILLIG Gruppen anlegen um z.B. seinen Arbeitskollegen weniger Zugriff zu geben, oder man stellt sich den Schutz so ein dass ein Fremder nur den Namen und das Profilbild sehen kann oder man addet wirklich nur gute Freunde ODER man stellt nur Daten auf Facebook welche wenig aussagekräftig sind.

Schon lustig was alles möglich ist, wenn man sich die Optionen unter Privatsphäre durchliest.

Standardabweichung
12.04.2011 10:32

Der Discomord wurde dank einer privaten Kamera aufgedeckt. Der Orsch würde sonst freigehen.

derschonwieder
12.04.2011 15:35
Wenn der Typ keine Waffe gehabt hätte, hätte er auch niemanden erschießen können.

Na geh, wieder ein "Argument" für Überwachungskameras weniger...

rollie63
12.04.2011 10:56

der täter hat sich selbst gestellt.

OGHaha
12.04.2011 15:36
Ja, aber erst nachdem man ihm durch eben dieses Video auf der Spur war.

Das Opfer war ja mutterseelen alleine unterwegs und es gab überhaupt keine Hinweise für ein Motiv. Ohne das Video wäre niemand auf die Idee gekommen, dass es so aus purem Wahnsinn passiert sein könnte.

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