Happy Slapping, Dating Violence, Bore Out

11. April 2011, 17:21
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Mobiltelefone und das Internet dienen längst auch dazu, Menschen körperlichen oder psychischen Schaden zuzufügen - Eine deutsche Website bietet wissenschaftlich fundierte Informationen dazu

Darmstadt - Wissenschaftlich fundierte Hintergrundinformationen zu Ursachen, Verlauf und Prävention neuerer Gewaltphänomene gibt die Website "Stoppt "die Mobber". Schwerpunkt der von deutschen Studenten gemachten Website waren zunächst Problematiken wie Mobbing, Burnout oder Stress im Allgemeinen - also kritische Situationen im Arbeitsalltag. Im vergangenen Semester rückte der Fokus auf den Freizeitbereich: Happy Slapping, Cyberstalking und Stalking sowie Dating Violence, Gewaltakte in Beziehungen Jugendlicher, sind neue Schwerpunkte auf der Seite.

Der neuste Schwerpunkt befasst sich mit den rechtlichen Dimensionen von Gewalttaten wie Stalking, Happy Slapping oder Dating Violence. So sind etwa Opfer von Cyberstalkern diesen meist hilflos ausgeliefert, wenn die Täter Bestellungen unter einem fremden Namen im Internet tätigen oder manipulierte Webpages veröffentlichen, erklärt der betreuende Medienpädagoge der Website, Wolfgang Thau in einer Aussendung. 

Unterforderung am Arbeitsplatz

Neu auf der Seite ist zudem Hintergrundwissen zur "Boreout"-Problematik: Stress durch Unterforderung am Arbeitsplatz - das Gegenteil vom Burnout-Syndrom. "Das Boreout-Phänomen ist noch immer nicht so bekannt, aber verbreitet im Verwaltungsbereich zu finden, denn monotone Schreibtischarbeit begünstigt den Boreout", so Thau. Boreout entstehe, wenn die Balance zwischen Unter- und Überforderung nicht gewährleistet sei. Dann kündige der Betroffene innerlich den unausgesprochenen psychologischen Arbeitsvertrag. Transparenz, Vertrauen und Partizipation im Unternehmen seien wichtige Faktoren zur Verhinderung der Symptomatik, allerdings seien viele Vorgesetzte hier noch nicht ausreichend qualifiziert. (red)

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