Hoffen auf neuen Schwung

11. April 2011, 17:36
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Katholische Elternvereine für Bildungsvolksbegehren

Wien - Industriellenvereinigung, Grüne, Büchereiverband oder die Kinder- und Jugendanwaltschaften - Hannes Androsch sammelt weiterhin Unterstützer für sein Bildungsvolksbegehren. Seit Montag kann der Industrielle auch mit der Unterstützung der katholischen Elternvereine rechnen. Das Begehren sei eine "gute Chance, neuen Schwung in die Bildungsdiskussion zu bringen" , begründete Stefan Mandahus, Präsident des Hauptverbands Katholischer Elternvereine, die Entscheidung.

Auch wenn vom Elternvertreter betont wurde, mit den Inhalten des Begehrens konformzugehen, wird längst nicht jeder Punkt geteilt. "Es gibt einzelne Details, denen ich nicht zustimme" , sagte Mandahus. Dazu gehört etwa die Forderung nach einer Hochschulausbildung für Kindergartenpädagoginnen. Skeptisch zeigte er sich auch in puncto Ganztagsschulen. Aber, so Mandahus, das Programm sei als Diskussionsgrundlage zu verstehen - und "nicht allzu dogmatisch" . Für ihn ist die "Durchlässigkeit" zwischen den Schultypen wichtig, und er plädierte dafür, den Unterricht in 50-Minuten-Einheiten zu überdenken. 75.000 Kinder besuchen katholische Privatschulen.

Volksbegehrensinitiator Hannes Androsch beklagte, dass immer noch die Herkunft die Zukunft der Jugendlichen bestimme. Man sei "weit davon entfernt, was man Chancengleichheit nennen möchte" . Im Gegensatz zu Mandahus forderte er den Ausbau von Ganztagsschulen. (pm, DER STANDARD; Printausgabe, 12.4.2011)

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