Der neue Name steht fest

13. April 2011, 03:00
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Ein kritisches Votum, ein undemokratisches Machtwort und ein Eingeständnis - Das Ende des Taktikblogs ist der Anfang von etwas Großem

Die Demokratie ist ein ziemlicher Hund. Da schnappt man sich aus den vielen Vorschlägen für einen Namen dieses Blogs jene guten heraus, die im Forum anscheinend den größten Zuspruch erhalten, und dann gibt es bei der finalen Abstimmung gleich Dresche. "Ihr habt versehentlich die 4 schlechtesten Vorschläge genommen", meint "Bambi, die Sau". Und süffisant merkt "Süffisant" an: "Alle vier sind nicht gut, ich kann mich gar nicht entscheiden!".

Heh, geschenkt! Wenn ein einzelner eine Auswahl machen muss, wird es immer Widerworte geben. Deshalb wurde die Umfrage dann auch offen gestaltet um weiteren Uservorschlägen zumindest eine Chance zu geben.

Herausgekommen ist am Ende doch ein Sieger aus der Vorauswahl. "Standardsituationen" machte mit 218 Stimmen das Rennen vor den gesammelten weiteren Uservorschlägen (193) und dem spartanischen "Taktikblog" (176). Unter den Uservorschlägen konnte "Rasenschach" von "mattreek" mit 73 grünen Stricherln eine gute Figur machen. Das ist ziemlich viel angesichts der ungünstigen Positionierung. Im Endeffekt wär es aber frech, den Sieg mit fast genau einem Drittel der Stimmen des Ersten davonzutragen. Und weil wir nicht ewig an diesem Namen herumdoktorn wollen, muss das demokratisch umstrittene Machtwort muss her.

Es gewinnt "Standardsituationen". Obwohl unsere klugen User natürlich schon bei der Namenswahl profunde Kenntnisse bewiesen haben. So sprach "Analytikerlegende Herbert" davon, dass "Standardsituationen ja nicht unbedingt im Zentrum von Taktik stehen". Stimmt schon, aber wir sind ja immerhim im aktuellen Heimatland des fußballerischen Zufallsprinzips, insofern lässt sich der Name schon rechtfertigen.

Um aber zumindest auf die Kritik im Forum einzugehen, dass "Standardsituationen" von User "IIIII I I I I I I I IIIII" ja ursprünglich als "standard.situation" vorgeschlagen wurde, wird der Name nun dahingehend angepasst. Sozusagen als Kompromiss. So dürfen fast alle ein bisschen unzufrieden und die geringstmögliche Anzahl an Leuten vollauf glücklich sein. Gelebte Demokratie eben.

PS: Direkte Anspielungen auf unsere aktuellen Teamtrainer wurden wegen der nötigen Langlebigkeit des Namens nicht berücksichtigt. (tsc, derStandard.at, 11.4.2011)

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