Bausparkassen weisen VKI-Kritik zurück

11. April 2011, 15:02
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Rechenbeispiel mit negativen Renditen sei ein "fiktives Worst-Case-Szenario, das nicht der Realität entspricht"

Wien - Die heimischen Bausparkassen weisen die Kritik des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) zurück, wonach beim Bausparen den Kunden aufgrund der Inflation trotz der staatlichen Prämie reale Verluste entstehen würden. Das der VKI-Rechnung zugrunde liegende Beispiel entspreche nicht der Realität, da anstelle der tatsächlichen Habenzinsen nur die Mindestverzinsung sowie die Untergrenze bei den Bausparprämien herangezogen worden sei, kritisierte am Montag das Arbeitsforum österreichischer Bausparkassen zu einem Bericht vom Wochenende.

Bei den vom VKI angegebenen Renditen zwischen 1,3 Prozent und 1,7 Prozent handle es sich um ein fiktives Worst-case-Szenario, das nicht der Realität entspreche, so der Vorsitzende des Arbeitsforums, Raiffeisen-Bausparchef Manfred Url, in einer Aussendung. Berechnungen der Bausparkassen auf Basis der in den letzten sechs Jahren tatsächlich bezahlten Zinsen und der Bausparprämien würden zeigen, dass die Bausparrendite deutlich über der Inflationsrate gelegen sei.

Laut Url konnten Bausparer, die 2005 einen Vertrag abgeschlossen haben und diesen nun 2011 kündigen, je nach Bausparinstitut eine durchschnittliche Rendite erzielen, die einer Alternativverzinsung von zumindest 4 Prozent entspricht. Damit liege die Rendite über der Inflationsrate, die in diesen Jahren zwischen 0,5 Prozent und 2,8 Prozent (Prognose 2011) ausgemacht habe. (APA)

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