taz.de startet mit "taz zahl ich."

11. April 2011, 14:55
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Während sich andere Onlineangebote hinter der Bezahlschranke verstecken, setzt die deutsche "taz" auf "Fairness-Kultur"

Am Wochenende startete die deutsche "taz" mit der "taz zahl ich!"-Kampagne und will damit für eine "Kultur der Fairness" werben. Unter jedem Artikel auf taz.de ist jetzt ein "taz-zahl-ich"-Kasten integriert. Matthias Urbach, Leiter von taz.de: "Wer online liest, der möge auch bezahlen." Er appelliert an die UserInnen, einen angemessenen Betrag dafür zu  geben, im Gegenzug werde taz.de weiter auf Paywalls verzichten. Urbach: "Jeder gibt, was er will, soviel er will und so oft er will". Bezahlt werden kann mittels Überweisung, mit Kreditkarte, Lastschrift, PayPal oder per Handyzahlung, auch das Bezahlen via Flattr wird weiter angeboten.

Auch Urbach macht einmal mehr auf die Problematik von Pay-Walls aufmerksam: "Immer öfter kommen die Artikel praktisch zum Leser: Über Google, Twitter, Facebook und manchmal auch per Mail werden sie ihm von Freunden oder Suchrobotern zugänglich gemacht. Aber das funktioniert nur, solange die Artikel nicht hinter einer Bezahlschranke versteckt wurden", schreibt er "in eigener Sache". "Nur was kostenlos veröffentlicht wird, kann auch weitergeben werden – auf welchem Weg auch immer. Auf diese Weise erreicht die taz heute ein Publikum, das so groß ist wie niemals zuvor. In gewisser Weise sind Google, Twitter und Facebook die Kioske des Internets".

Von Samstag - dem ersten Tag der Kampagne - bis Montag Mittag seien 640 Zahlungseingänge über 3.292 Euro registriert worden, heißt es aktuell im Hausblog von taz.de, dort werden auch Fragen wie Transaktionskosten bei einzelnen Bezahlmöglichkeiten beantwortet. (red) 

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    screenshot: taz.de

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