Aufblasbarer Gebäudeschutz gewinnt Hauptpreis der Erfindermesse

11. April 2011, 14:11
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Publikumspreis geht an adaptierten Einkaufswagen

Genf - Ein aufblasbarer Gebäudeschutz gegen Überschwemmungen ist mit dem Hauptpreis der Erfindermesse in Genf ausgezeichnet worden. Das neuartige Schutzsystem stach rund 1.000 andere Innovationen aus. Marine-Kapitän Louis Conzett hat den Schutz für Häuser einer Beobachtung zur See zu verdanken: Während eines Sturms mit starkem Regen hatte Conzett gesehen, wie eine mit Luft gefüllte Rettungsinsel sich in einer Deckluke verkeilt hatte - dank Wasserdruck und komprimierter Luft drang trotz hohen Wellengangs kein Wasser mehr durch die Luke.

Ein TV-Bericht zu Überschwemmungen in der Eidgenossenschaft brachte ihn dazu, für die Schweizer Firma Ayton AG das aufblasbare Schutzsystem zu entwickeln. Mit Querverstrebungen an der Außenseite verfügt der "FloodStop" über die nötige Stabilität, gaben die Organisatoren bei der am Wochenende zu Ende gegangenen Erfindermesse bekannt.

Einkaufswagen

Die Jury der Erfindermesse bedachte noch 54 weitere Erfindungen mit Preisen. Der Publikumspreis ging an die zwei jungen Schweizerinnen Marie Guerry und Julia Vaucher für ihren Einkaufswagen, der vorne herunter geklappt und damit viel leichter beladen werden kann.

Ganz in der Tradition seiner Landsleute, die das Bidet und das Pissoir erfanden, hat ein Franzose eine weitere Toilette entwickelt: Das Klo zum Mitnehmen. Der Arzt Laurent Helewa stellte in Genf eine tragbare Toilette vor, die sich in Null komma nichts selbst zusammenbauen lässt. "Es ist ein Tabuthema, aber so etwas ist notwendig bei Naturkatastrophen", sagte Helewa. Das Klo mit einem Gewicht von zwei Kilo besteht vor allem aus einem Stück Karton, das sich innerhalb einer Minute zu einem Sitz falten lässt. Ein Plastiksackerl hineingestopft, und schon ist der Abort fertig. Eine in dem Sack enthaltene Chemikalie saugt die Flüssigkeit auf. Die Toilette hält ein Gewicht von bis zu 200 Kilo aus. (APA/sda/red)

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    Marie Guerry und Julia Vaucher mit ihrem Einkaufswagen.

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    Rund 1.000 Innovationen wurden in Genf vorgestellt, darunter der "vertikale Garten" des Franzosen Jean-Marc Batard. Die Erfindung ist für ältere Menschen gedacht, und für jene, die zwar gärtnern wollen, sich aber nicht bücken können.

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    Laurent Helewa und die Toilette zum Mitnehmen

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