AUA mit leichtem Passagierminus

11. April 2011, 13:47
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Im März verzeichnete die Airline 2,4 Prozent Gäste-Rückgang im Jahresabstand, auch die Auslastung war geringer

Wien/Frankfurt/Zürich - Die Nordafrika-Unruhen und das verheerende Beben in Japan haben in der Passagierbilanz der AUA (Austrian Airlines) in den letzten Wochen ihre Spuren hinterlassen. Die AUA hat im März 797.500 Passagiere befördert, das waren um 2,4 Prozent weniger als im März 2010. Im ganzen ersten Quartal 2010 flogen 2,1 Millionen Menschen mit der AUA, ein Rückgang um 1 Prozent, wie die Lufthansa-Tochter am Montag bekanntgab.

Die Flüge waren im März im Durchschnitt nur zu 70,6 Prozent ausgelastet, somit war die Auslastung um 5,2 Prozentpunkte schlechter als vor einem Jahr. Im Zeitraum Jänner bis März lag die Auslastung bei 68,6 Prozent (-4,2 Prozentpunkte).

Rückgänge auch bei Lufthansa

Der gesamte Lufthansa-Konzern hat heute für den Berichtszeitraum ebenfalls Belastungen gemeldet, die Rückgänge fielen aber weniger stark aus als bei der AUA. Die Ticketverkäufe konnten daher bei weitem nicht mit dem deutlich ausgeweiteten Flugangebot mithalten, wie Europas größte Fluggesellschaft am Montag in Frankfurt mitteilte.

Einschließlich ihrer Töchter Swiss, Austrian Airlines (AUA), British Midland (BMI) und dem erstmals berücksichtigten Billigflieger Germanwings kam die Lufthansa auf knapp 8,2 Millionen Fluggäste, 0,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Auslastung der Maschinen ging hingegen um 5,3 Prozentpunkte auf 73,5 Prozent zurück.

Auf Flügen unter der Marke Lufthansa zählte der Dax-Konzern 5,1 Millionen Fluggäste, um 2,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Unter den Konzerntöchtern legte im Passagiergeschäft nur die Schweizer Fluglinie Swiss zu.

Bei AUA, BMI (British Midlands) und Germanwings gingen mit einem gekürzten Flugangebot auch die Passagierzahlen zurück. AUA und BMI waren stärker von der Entwicklung in Japan betroffen als der Gesamtkonzern.

Schwieriges Marktumfeld

Die beiden AUA-Vorstände Andreas Bierwirth und Peter Malanik bezeichneten das Marktumfeld als schwierig. "Die Krisen im Nahen Osten und in Japan sowie die EU-Kapazitätsauflagen haben im ersten Quartal unser Ergebnis belastet. Wir sehen aber eine Belebung des Absatzes für das zweite Quartal." Wegen dieser Krisen hat die AUA vorige Woche eine neuerliche Verschärfung ihres Sparkurses bekanntgeben müssen, um heuer wie vorgegeben aus den roten Zahlen zu kommen.

Bei der AUA gab es bei den Europa-Flügen im März ein leichtes Plus um 0,7 Prozent. Auf Interkontinental-Flügen ist die Passagierzahl aber um 7,4 Prozent zurück gegangen.

Die ebenfalls der Lufthansa gehörende Fluggesellschaft Swiss hat im ersten Quartal des laufenden Jahres 3,4 Mio. Passagiere transportiert. Das war im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von 5,9 Prozent dar, teilte die Lufthansa-Tochter am Montag mit.

Auch die Anzahl Flüge hat um 7,1 Prozent auf 36'956 zugenommen. Schlechter ausgefallen ist dagegen die Flugzeugauslastung. Der so genannte Sitzladefaktor (SLF) lag durchschnittlich bei 76,4 Prozent (2010: 78,3 Prozent).

Negativ auf die Swiss-Zahlen hätten sich die Unruhen in Nordafrika sowie die ungewisse Situation in Japan ausgewirkt. Diese belasteten insbesondere das März-Ergebnis. (APA/Reuters)

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